Nach LMG 48 I g ist mit Bus­se zu bestra­fen, wer “Lebens­mit­tel, Zusatz­stof­fe oder Gebrauchs­ge­gen­stän­de so her­stellt, behan­delt, lagert, trans­por­tiert oder abgibt, dass sie den Anfor­de­run­gen die­ses Geset­zes nicht ent­spre­chen”.

Wie das BGer ent­schie­den hat, erfasst die­se Bestim­mung auch den Umgang mit leben­den Tie­ren. Die­se sind zwar bis zur Schlach­tung kein Lebens­mit­tel sind, aber der Umgang mit ihnen ist Teil der Her­stel­lung des Lebens­mit­tels (alle Fabri­ka­ti­ons­pro­zes­se, Her­stel­lungs- und Ver­ar­bei­tungs­vor­gän­ge, das Schlach­ten sowie die vor­ge­la­ger­ten Pro­duk­ti­ons­stu­fen in der Land­wirt­schaft). Wer Tie­re wie hier in einem erbärm­li­chen Zustand zur Schlach­tung bringt (vgl die VSFK), ver­letzt daher auch LMG 48 I g (vgl. zum Fall auch das Urteil 6B_653/2011).

David Vasella

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RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.