Der Bun­des­rat hat ver­gan­ge­ne Woche das revi­dier­te WTO-Über­ein­kom­men über das öffent­li­che Beschaf­fungs­we­sen (Agree­ment on Government Pro­cu­re­ment, GPA) unter Vor­be­halt der Geneh­mi­gung durch das Par­la­ment ver­ab­schie­det.

Der revi­dier­te Staats­ver­trag wur­de an die Ent­wick­lung der neu­esten Tech­no­lo­gi­en und der elek­tro­ni­schen Märk­te ange­passt. So deckt das revi­dier­te GPA aus­drück­lich elek­tro­ni­sche Auk­tio­nen, die Kor­rup­ti­ons­be­kämp­fung sowie Inter­es­sen­kon­flik­te ab und aner­kennt die Errei­chung von Umwelt­zie­len als Ange­bots­kri­te­ri­um. Es schafft ausser­dem Klar­heit bezüg­lich der Auf­nah­me­re­geln für neue Mit­glie­der (der­zeit: 42 Par­tei­en). Gemäss der WTO führt die Revi­si­on des GPA ins­ge­samt zu einem erwei­ter­ten Markt­zu­gang von 80 bis 100 Mil­li­ar­den US-Dol­lar.   

Das 1994 unter­zeich­ne­te WTO-Über­ein­kom­men ist 1996 in Kraft getre­ten. Das GPA erlaubt den Schwei­zer Unter­neh­men den dis­kri­mi­nie­rungs­frei­en Zugang zu den Beschaf­fungs­märk­ten der ande­ren Ver­trags­mit­glie­der und soll eine effi­zi­en­te Ver­wen­dung der öffent­li­chen Mit­tel sicher­stel­len.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Home­page der WTO zum GPA.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.