Das BGer bestä­tigt im vor­lie­gen­den Urteil sei­ne Recht­spre­chung von 4A_96/2011, in BGE 137 III 577 nicht ver­öf­fent­lich­te E. 5.4), wonach eine justi­zia­ble Unan­ge­mes­sen­heit des Umtausch­ver­hält­nis­ses iSv FusG 7 I im Wesent­li­chen nur dann vor­liegt, wenn es — in Über­schrei­tung des Ermes­sens­spiel­raums — will­kür­lich fest­ge­setzt wird, etwa wenn das Umtausch­ver­hält­nis auf fal­schen oder unvoll­stän­di­gen Annah­men beruht oder aner­kann­te Bewer­tungs­grund­sät­ze und -metho­den nicht rich­tig ange­wen­det wur­den. Nur dann kann ein an der Fusi­on betei­lig­ter Rechts­trä­gers vom Gericht eine ange­mes­se­ne Aus­gleichs­zah­lung ver­lan­gen (FusG 105 I).

Das BGer prä­zi­siert — in Bestä­ti­gung des Urteils der Vor­in­stanz, des HGer ZH -, dass sich die Über­prü­fungs­kla­ge nicht auf die Fest­le­gung eines objek­tiv rich­ti­gen Werts rich­tet, son­dern auf die Über­prü­fung einer Wert­band­brei­te, inner­halb derer das Umtausch­ver­hält­nis noch als ange­mes­sen zu betrach­ten ist. Die­se Band­brei­te ent­spricht dem Ermes­sens­spiel­raum der Fusi­ons­part­ner.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.