Die Schweiz und die USA haben heu­te Don­ners­tag eine gemein­sa­me Erklä­rung über die Umset­zung der US-Steu­er­ge­setz­ge­bung FATCA ver­öf­fent­licht (vgl. Medi­en­mit­tei­lung). Ein­zel­hei­ten sol­len in den näch­sten Mona­ten ver­han­delt wer­den (der Bun­des­rat wird vor­her ein Man­dat zur Aus­hand­lung einer zwi­schen­staat­li­chen Ver­ein­ba­rung ver­ab­schie­den).

Mit der gemein­sa­men Erklä­rung soll die Rechts­si­cher­heit für betrof­fe­ne Finanz­in­sti­tu­te erhöht und der Umset­zungs­auf­wand ver­min­dert wer­den. Kon­kret wer­den fol­gen­de Ver­ein­fa­chun­gen ange­strebt:

Gemäss der gemein­sa­men Erklä­rung wer­den fol­gen­de Erleich­te­run­gen ange­strebt:

  • Gewis­se Finanz­in­sti­tu­te wie Sozi­al­ver­si­che­run­gen, Pen­si­ons­kas­sen und Sach­ver­si­che­run­gen sol­len vom Gel­tungs­be­reich von FATCA aus­ge­nom­men wer­den (soge­nann­te „exempt FFI”).
  • Gewis­se Finanz­in­sti­tu­te, die vor allem lokal oder regio­nal tätig sind, wer­den als kom­pa­ti­bel mit FATCA („deemed com­pli­ant FFI”) bezeich­net.
  • Finanz­in­sti­tu­te sind nicht ver­pflich­tet, unko­ope­ra­ti­ve US-Kun­den nament­lich zu mel­den, einen Steu­er­ab­zug vor­zu­neh­men oder deren Kon­to zu schlie­ssen. Die USA kön­nen zu sol­chen unko­ope­ra­ti­ven Kun­den mit­tels Grup­pen­er­su­chen Amts­hil­fe ver­lan­gen.
  • Wei­te­re Erleich­te­run­gen für Schwei­zer Finanz­in­sti­tu­te, z.B. bei der Iden­ti­fi­ka­ti­on bestehen­der Kun­den als US-Per­so­nen sind eben­falls auf­zu­neh­men.
David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.