Mit Ent­scheid vom 2. Juli 2012 hat die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on (WEKO) fest­ge­stellt, dass die Tarif­emp­feh­lun­gen des Neu­en­bur­ger Immo­bi­li­en­händ­ler­ver­ban­des “Uni­on suis­se des pro­fes­si­on­nels de l’immobilier Neu­châ­tel” (USPI Neu­châ­tel) für Ver­wal­tungs­ko­sten bei der Immo­bi­li­en­ver­wal­tung in Neu­en­burg eine unzu­läs­si­ge Wett­be­werbs­ab­re­de im Sin­ne von Art. 5 KG dar­stellt.

Nach den Fest­stel­lun­gen der Wett­be­werbs­kom­mis­si­on hat mehr als ein Drit­tel der Ver­bands­mit­glie­der die Tarif­emp­feh­lun­gen beach­tet, wes­halb es sich beim ent­spre­chen­den Merk­blatt um eine unzu­läs­si­ge Preis­ab­re­de im Bereich der Immo­bi­li­en­ver­wal­tung gehan­delt habe. Kon­kret habe das Merk­blatt Preis­bän­der für Dienst­lei­stun­gen in der Immo­bi­li­en­ver­wal­tung defi­niert und fixe Raten für Mak­ler­cour­ta­gen vor­ge­se­hen. Im Bereich der Immo­bi­li­en­mak­ler sei die Unter­su­chung aller­dings man­gels Wett­be­werbs­er­heb­lich­keit ein­ge­stellt wor­den.
Da sich die USPI Neu­châ­tel im Rah­men einer ein­ver­nehm­li­chen Rege­lung dazu ver­pflich­tet hat­te, ihr Merk­blatt respek­ti­ve die Tarif­emp­feh­lun­gen zurück­zu­zie­hen, sprach die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on auf­grund des Wett­be­werbs­ver­sto­sses eine redu­zier­te Sank­ti­on in der Höhe von CHF 35’000.- aus.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Medi­en­mit­tei­lung vom 12. Juli 2012 (PDF).
Oliver Kaufmann

Posted by Oliver Kaufmann

RA Dr. Oliver Kaufmann hat an der Universität Zürich studiert und war danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Sekretariat der WEKO tätig. Er arbeitet als Rechtsanwalt und Partner bei Streichenberg in Zürich.