In der Amt­li­chen Samm­lung, Lie­fe­rung vom 25. Sep­tem­ber 2012, ist die seit 21. Dezem­ber 2011 in Kraft ste­hen­de Ver­stän­di­gungs­ver­ein­ba­rung über die Aus­le­gung von Ziff. 3 lit. b des Pro­to­kolls zum DBA-D vom 27. Okto­ber 2010 publi­ziert.

Gemäss Pro­to­koll­be­stim­mung muss der ersu­chen­de Staat unter ande­rem (aa) hin­rei­chen­de Anga­ben zur Iden­ti­fi­zie­rung der in eine Über­prü­fung oder Unter­su­chung ein­be­zo­ge­nen Per­son (typi­scher­wei­se der Name und, soweit bekannt, Geburts­da­tum, Adres­se, Kon­to­num­mer oder ähn­li­che iden­ti­fi­zie­ren­de Infor­ma­tio­nen) sowie (ee) den Namen und, soweit bekannt, die Adres­se des mut­mass­li­chen Inha­bers der ver­lang­ten Infor­ma­tio­nen über­mit­teln. Ziff. 3 lit. c des Pro­to­kolls hält unter ande­rem fest, dass lit. b wich­ti­ge ver­fah­rens­tech­ni­sche Anfor­de­run­gen ent­hält, die «fishing expe­di­ti­ons» ver­mei­den sol­len, die­se Anfor­de­run­gen aber so aus­zu­le­gen sind, dass sie einen wirk­sa­men Infor­ma­ti­ons­aus­tausch nicht behin­dern.

Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind daher so zu ver­ste­hen, dass einem Amts­hil­fe­er­su­chen, das kei­ne «fishing expe­di­ti­on» ist, nach­ge­kom­men wird, wenn der ersu­chen­de Staat, nebst den Infor­ma­tio­nen nach Zif­fer 3 Buch­sta­be b Dop­pel­buch­sta­ben bb) bis dd): a) die steu­er­pflich­ti­ge Per­son iden­ti­fi­ziert, wobei die­se Iden­ti­fi­ka­ti­on auch auf ande­re Wei­se als durch Anga­be des Namens und der Adres­se erfol­gen kann;
und b) den Namen und die Adres­se des mut­mass­li­chen Infor­ma­ti­ons­in­ha­bers angibt, soweit sie ihm bekannt sind.

Michael Fischer

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