Das BGer hält im vor­lie­gen­den Urteil fest, dass für Strei­tig­kei­ten aus Zusatz­ver­si­che­run­gen zur sozia­len Kran­ken­ver­si­che­rung, für wel­che die Kan­to­ne eine ein­zi­ge kan­to­na­le Instanz nach ZPO 7 bezeich­net haben, kein vor­gän­gi­ges Schlich­tungs­ver­fah­ren durch­zu­füh­ren ist. Die Kla­ge kann direkt beim Gericht anhän­gig gemacht wer­den kann.

Zwar hat der Gesetz­ge­ber in ZPO 198 f (Aus­nah­men vom Erfor­der­nis eines Schlich­tungs­ver­fah­rens bei ein­zi­ger kan­to­na­ler Instanz) ZPO 7 nicht erwähnt (im Gegen­satz zu ZPO 5 und 6), aber dabei han­delt es sich um ein offen­sicht­li­ches Ver­se­hen des Gesetz­ge­bers. Es sei nicht ersicht­lich, wes­halb für die als ein­zi­ge Instanz ein­ge­setz­ten (Sozial-)Versicherungsgerichte nicht die glei­che Aus­nah­me­re­ge­lung gel­ten soll­te wie bei ZPO 5 und 6.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.