Die FINMA hat fol­gen­de zwei neue Rund­schrei­ben zum Prüf­we­sen ver­öf­fent­licht:

Die Rund­schrei­ben die­nen als Grund­la­ge für die Neu­aus­rich­tung im Prüf­we­sen. Gemäss Medi­en­mit­tei­lung der FINMA vom 13.12.2012 bestehen die wich­tig­sten Neue­run­gen in fol­gen­den Punk­ten:

  • Risi­ko­ana­ly­se: Die Risi­ko­ana­ly­se der über­prüf­ten Gesell­schaf­ten bil­det eine wesent­li­che neue Anfor­de­rung für die Prüf­ge­sell­schaf­ten. 
  • Prü­fungs­grund­sät­ze: Die in der Auf­sichts­prü­fung anwend­ba­ren Prü­fungs­grund­sät­ze wer­den erwei­tert aus­ge­baut, ein­zeln auf­ge­führt und erläu­tert. Dabei han­delt es sich um prin­zi­pi­en­ba­sier­te Rege­lun­gen, die in Anleh­nung an aus­ge­wähl­te Schwei­zer Prüf­stan­dards mit ent­spre­chen­der Eig­nung für die Zwecke der Auf­sichts­prü­fung for­mu­liert wur­den.
  • Tren­nung von Auf­sichts- und Rech­nungs­prü­fung: Wo dies zweck­mä­ssig erscheint, darf sich die Prüf­ge­sell­schaft in der Auf­sichts­prü­fung auf die Ergeb­nis­se der Rech­nungs­prü­fung abstüt­zen.
  • Ver­hält­nis zur inter­nen Revi­si­on: Unter gewis­sen Vor­aus­set­zun­gen darf sich die Prüf­ge­sell­schaft in der Auf­sichts­prü­fung auf Fak­ten abstüt­zen, die von der inter­nen Revi­si­on der beauf­sich­tig­ten Unter­neh­men ermit­telt wur­den. In jedem Fall ist aber die Prüf­ge­sell­schaft für die Prü­fung ver­ant­wort­lich und muss das Prü­fur­teil abge­ben.

Die bei­den Rund­schrei­ben tre­ten per 01.01.2013 in Kraft und erset­zen das bis­he­ri­ge FINMA-RS 2008/41 “Prüf­we­sen”.

Für wei­ter­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen und diver­se Mate­ria­li­en sie­he Web­site der FINMA.

Claudio Kerber

Posted by Claudio Kerber

RA lic.iur. Claudio Kerber arbeitet als Rechtsanwalt und Partner bei der Kanzlei Werder Viganò AG. Er ist Ko-Autor von Lehrwerken zum Wertpapierrecht (2005) und Finanzmarktrecht (2015).