Das BGer hält im vor­lie­gen­den Ent­scheid fest, dass das Ermes­sen i.S.v. SchKG 33 II nicht ver­letzt wird, wenn einer im Deutsch­land wohn­haf­ten Per­son eine Frist­ver­län­ge­rung von einem Tag (für die Erhe­bung einer SchKG-Beschwer­de) gewährt wird:

Wenn die Vor­in­stanz die am 13. Dezem­ber 2011 der Schwei­ze­ri­schen Post über­ge­be­ne Beschwer­de als recht­zei­tig erach­tet hat, wird dem Beschwer­de­geg­ner im Ergeb­nis eine Frist­ver­län­ge­rung von einem Tag gewährt. Die­se Ver­län­ge­rung erscheint mit dem in Art. 33 Abs. 2 SchKG gewähr­ten Ermes­sen ver­ein­bar (BBl 1991 III 1 Ziff. 201.21 S. 46; BGE 136 III 575 E. 4.1 S. 577), zumal in einem Urteil aus dem Jah­re 2002 die Frist­ver­län­ge­rung von einem Tag bei Wohn­sitz des Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten in Deutsch­land nicht aus­ge­schlos­sen wor­den ist (Urteil 7B.188/2002 vom 9. Dezem­ber 2002 E. 2.2).

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.