Der Bun­des­rat hat den Ent­wurf und die Bot­schaft für ein Bun­des­ge­setz über die Wei­ter­bil­dung (WeBiG) vor­legt.

Nach Art. 1 Abs. 1 hat die­ses Gesetz den Zweck, “die Wei­ter­bil­dung als Teil des lebens­lan­gen Ler­nens im Bil­dungs­raum Schweiz” zu stär­ken. Dabei wer­den im Gesetz “im Hin­blick auf ein ins­ge­samt gün­sti­ges Bil­dungs­kli­ma Grund­sät­ze her­aus­ge­ar­bei­tet” (Bot­schaft), wobei laut dem Geset­zes­ent­wurf “der ein­zel­ne Mensch […] die Ver­ant­wor­tung für sei­ne Wei­ter­bil­dung” trägt. Die­se Ver­ant­wor­tung nimmt er dank der “Grund­kom­pe­ten­zen Erwach­se­ner” wahr, näm­lich dank “grundlegende[r] Kennt­nis­se und Fähig­kei­ten in den fol­gen­den Berei­chen: a. Lesen und Schrei­ben; b. “All­tags­ma­the­ma­tik”; c. Anwen­dung von Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en”, der “Vor­aus­set­zun­gen für das lebens­lan­ge Ler­nen”. Der Bund soll aber – “gemein­sam mit den Kan­to­nen” – die “Initia­ti­ve der Ein­zel­nen, sich wei­ter­zu­bil­den, unter­stüt­zen” und “Vor­aus­set­zun­gen […], die allen Per­so­nen die Teil­nah­me an Wei­ter­bil­dung ermög­li­chen” und “gün­sti­ge Rah­men­be­din­gun­gen für die öffent­lich-recht­li­chen und die pri­va­ten Anbie­te­rin­nen und Anbie­ter von Wei­ter­bil­dung schaf­fen”. Selbst­ver­ständ­lich kann der Bund auch Finanz­hil­fen gewäh­ren, wobei er die Chan­cen­gleich­heit erhö­hen, den Wett­be­werb aber nicht ver­zer­ren soll.

Der gesamt­wirt­schaft­li­che Effekt eines Wei­ter­bil­dungs­ge­set­zes lässt sich nicht bezif­fern, er dürf­te aber posi­tiv sein” (Bot­schaft).

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.