Gemäss amt­li­cher Mit­tei­lung hat der Bun­des­rat ent­schie­den, dass die Qua­li­tät der Auf­sicht über die Revi­si­on gestärkt wer­den soll.

Die bis­her getrenn­te Auf­sicht über Revi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten wird daher zusam­men­ge­legt und in zwei Schrit­ten bei der Eid­ge­nös­si­schen Revi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de RAB kon­zen­triert.

Der Bun­des­rat hat die ent­spre­chen­de Bot­schaft zuhan­den des Par­la­men­tes ver­ab­schie­det (s. Link zu Doku­men­ta­ti­on).

Aktu­ell üben die RAB und die Eid­ge­nös­si­sche Finanz­markt­auf­sicht FINMA teil­wei­se über­schnei­den­de Auf­sichts­funk­tio­nen über Revi­si­ons­un­ter­neh­men bzw. Prüf­ge­sell­schaf­ten aus. Auf­grund der Erfah­run­gen der letz­ten fünf Jah­re und der Leh­ren aus der Finanz­kri­se wur­de die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den bei­den Behör­den auf Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten hin über­prüft. FINMA und RAB haben in der Fol­ge einen Vor­schlag zur Neu­ord­nung der Zustän­dig­kei­ten aus­ge­ar­bei­tet. Nach die­sem Vor­schlag sol­len sämt­li­che Kom­pe­ten­zen der FINMA, wel­che die Beauf­sich­ti­gung von Prüf­ge­sell­schaf­ten betref­fen, auf die RAB über­tra­gen wer­den. Ziel ist es, Dop­pel­spu­rig­kei­ten zu ver­mei­den, Struk­tu­ren effi­zi­en­ter zu gestal­ten, Fach­wis­sen zu bün­deln und die Qua­li­tät der Auf­sicht zu stei­gern. Der Bun­des­rat hat die­sen Vor­schlag am 15. Juni 2012 im Grund­satz gut­ge­hei­ssen und hat das Eid­ge­nös­si­sche Justiz- und Poli­zei­de­par­te­ment EJPD mit der Aus­ar­bei­tung einer ent­spre­chen­den Geset­zes­vor­la­ge beauf­tragt.

Die Über­tra­gung der Kom­pe­ten­zen von der FINMA auf die RAB erfolgt in zwei Etap­pen. Die Auf­sicht über die Rech­nungs­prü­fung bei bör­sen­ko­tier­ten Ban­ken, Ver­si­che­run­gen und kol­lek­ti­ven Kapi­tal­an­la­gen wird seit dem 1. Sep­tem­ber 2012 von der RAB wahr­ge­nom­men. Die Über­nah­me der übri­gen Ver­ant­wort­lich­kei­ten durch die RAB erfolgt in einem zwei­ten Schritt, sobald das Par­la­ment die heu­te ver­ab­schie­de­te Vor­la­ge gut­ge­hei­ssen hat.

Michael Fischer

Posted by Michael Fischer