Die FINMA hat ein Posi­tion­spa­pi­er (nur Englisch) zur Sanierung und Abwick­ung sys­tem­rel­e­van­ter Banken veröf­fentlicht. Angestrebt wird eine wirkungsvolle und inter­na­tion­al koor­dinierte Strate­gie zur Sanierung und Abwick­lung glob­al sys­tem­rel­e­van­ter Banken. Wesentliche Funk­tion soll dabei der sog. Heim-Auf­sichts­be­hörde zukom­men, indem diese eine grup­pen­weite Sanierung und Abwick­lung koor­diniert. Falls nötig, soll die Heim-Auf­sichts­be­hörde einen “Bail-in” anord­nen kön­nen, wodurch die Bankgläu­biger Ver­luste mitzu­tra­gen hät­ten.

Ein solch­er “Bail-in”
soll Zeit ver­schaf­fen, um die über­lebens­fähi­gen Teile der Bank neu zu organ­isieren und in ein
tragfähiges Geschäftsmod­ell zu über­führen. Ide­al­er­weise soll das oper­a­tive Geschäft ohne rel­e­vante Unter­brücke fort­ge­führt wer­den kön­nen. Dadurch soll sich die Wahrschein­lichkeit erhöhen, dass durch eine
Sanierung oder Abwick­lung ein­er glob­al sys­tem­rel­e­van­ten Bank die
Sys­tem­sta­bil­ität im In- und Aus­land nicht tang­iert wird.

Inter­na­tion­al wird dieser Ansatz unter der Beze­ich­nung “sin­gle-point-of-entry” (SPE) disku­tiert.

Für weit­ere Infor­ma­tio­nen siehe Medi­en­mit­teilung.

Claudio Kerber

Posted by Claudio Kerber

RA lic.iur. Claudio Kerber arbeitet als Rechtsanwalt und Partner bei der Kanzlei Werder Viganò AG. Er ist Ko-Autor von Lehrwerken zum Wertpapierrecht (2005) und Finanzmarktrecht (2015).