Der Bun­des­rat möch­te durch eine Ände­rung des Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­set­zes den Trans­port von soge­nann­ten Fans im öffent­li­chen Ver­kehr stren­ger regeln. Bekannt­lich stellt das Ver­hal­ten gewis­ser Fans ein Sicher­heits­ri­si­ko für Per­so­nen und Sachen dar. 

Neu sol­len sich Trans­port­un­ter­neh­men des­halb von der Trans­port­pflicht befrei­en kön­nen, indem sie dem jewei­li­gen Sport­klub die Beför­de­rung der Fans mit Char­ter­zü­gen oder -bus­sen anbie­ten.  Wird der Trans­port den­noch mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln durch­ge­führt, so besteht neu eine sub­si­diä­re (Organisations-)Haftung des Sport­klubs gegen­über dem Trans­port­un­ter­neh­men für Schä­den, die “sei­ne Anhän­ge­rin­nen und Anhän­ger” bei der Beför­de­rung zu oder von einer Sport­ver­an­stal­tung ver­ur­sa­chen, sofern die Ver­ur­sa­cher nicht iden­ti­fi­ziert wer­den kön­nen. Aller­dings ent­fällt die sub­si­diä­re Haf­tung, wenn der Club nach­weist, dass er alle nach den Umstän­den gebo­te­ne Sorg­falt ange­wen­det hat, um sol­che Schä­den zu ver­hin­dern.

Vgl. dazu den Ent­wurf der Teil­re­vi­si­on des PBG und die zuge­hö­ri­ge Bot­schaft.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.