Die FINMA hat ihr Rund­schrei­ben 2008/21 “Ope­ra­tio­nel­le Risi­ken Ban­ken” teil­re­vi­diert.

Das Rund­schrie­ben befasst sich mit ope­ra­tio­nel­len Risi­ken gemäss der wei­ten Legal­de­fi­ni­ti­on in Art. 89 der Eigen­mit­tel­ver­ord­nung (ERV), d.h. mit der Gefahr von Ver­lu­sten, “die in Fol­ge der Unan­ge­mes­sen­heit oder des Ver­sa­gens von inter­nen
Ver­fah­ren, Men­schen oder Syste­men oder in Fol­ge von exter­nen Ereig­nis­sen
ein­tre­ten
”; aus­ge­schlos­sen von der Legal­de­fi­ni­ti­on sind indes stra­te­gi­sche und Repu­ta­ti­ons­ri­si­ken.

Das Rund­schrei­ben ent­hält detail­lier­te Anga­ben zu den quan­ti­ta­ti­ven Anfor­de­run­gen (Eigen­mit­tel­an­for­de­run­gen) sowie den qua­li­ta­ti­ven Anfor­de­run­gen an das Manage­ment ope­ra­tio­nel­ler Risi­ken.

Die qua­li­ta­ti­ven Anfor­de­run­gen basie­ren auf den “Princi­p­les for the Sound Manage­ment of Ope­ra­tio­nal Risk”, wel­che der Bas­ler Aus­schuss für Ban­ken­auf­sicht im Juni 2011 erliess (vgl. hier). Die qua­li­ta­ti­ven Anfor­de­run­gen sind abhän­gig von der Grö­sse der jewei­li­gen Bank umzu­set­zen (Pro­por­tio­na­li­täts­prin­zip).

Einen beson­de­ren Fokus legt das Rund­schrei­ben auf das Manage­ment von Risi­ken im Zusam­men­hang mit elek­tro­ni­schen Kun­den­da­ten (sie­he aus­führ­li­cher Anhang 3 des Rund­schrei­bens).

Das teil­re­vi­dier­te Rund­schrei­ben tritt per 1. Janu­ar 2015 in Kraft.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen sie­he Web­site FINMA.

Claudio Kerber

Posted by Claudio Kerber

RA lic.iur. Claudio Kerber arbeitet als Rechtsanwalt und Partner bei der Kanzlei Werder Viganò AG. Er ist Ko-Autor von Lehrwerken zum Wertpapierrecht (2005) und Finanzmarktrecht (2015).