Künf­tig gel­ten im Hin­blick auf Titel­schutz und Diplo­man­er­ken­nung ein­heit­li­che Rah­men­be­din­gun­gen für alle Hoch­schul­ty­pen. Basis dafür ist das neue Hoch­schul­för­de­rungs- und Koor­di­na­ti­ons­ge­setz (HFKG), das vor­aus­sicht­lich Anfang 2015 in Kraft tre­ten soll. Danach wird es nicht mehr mög­lich sein, die heu­te bestehen­de eid­ge­nös­si­sche Aner­ken­nung und den bun­des­recht­li­chen Titel­schutz von Fach­hoch­schul­di­plo­men wei­ter­zu­füh­ren. Dies wür­de zudem gegen den neu­en Hoch­schul­ar­ti­kel der Bun­des­ver­fas­sung (BV) ver­sto­ssen. Zu die­sem Schluss kommt ein Bericht des Bun­des­rats, der gestern ver­öf­fent­licht wur­de.

Anders als bis­her das Fach­hoch­schul­ge­setz (FHG) sieht das HFKG kei­ne eid­ge­nös­si­sche Aner­ken­nung und kei­nen bun­des­recht­li­chen Titel­schutz der Fach­hoch­schul­ab­schlüs­se vor.

Damit wer­den künf­tig auch Fach­hoch­schul­di­plo­me — wie die Diplo­me kan­to­na­ler Uni­ver­si­tä­ten und Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­len bereits heu­te — einen Sta­tus und Titel­schutz haben, der sich nach kan­to­na­lem Recht rich­tet. Das HFKG sieht aller­dings vor, dass neu die Schwei­ze­ri­sche Hoch­schul­kon­fe­renz als gemein­sa­mes hoch­schul­po­li­ti­sches Organ von Bund und Kan­to­nen die Kom­pe­tenz haben wird, Vor­schrif­ten über die ein­heit­li­che Benen­nung der Titel, die Aner­ken­nung von Abschlüs­sen und über die Wei­ter­bil­dung zu erlas­sen.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.