Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung (EStV) hat die für das lau­fen­de Jahr 2014 (1.1.–31.12.) steu­er­lich mass­ge­ben­den Zins­sät­ze für Dar­le­hen “an oder von Anteils­in­ha­bern oder die­sen nahe­ste­hen­den Drit­ten” publi­ziert — wie üblich mit­tels zwei­er Rund­schrei­ben. Die­se Zins­sät­ze sind für die direk­ten Bun­des- und Kan­tons­steu­ern eben­so rele­vant wie für die Ver­rech­nungs­steu­er. Für Dar­le­hen in Schwei­zer Fran­ken sind prin­zi­pi­ell nicht die­sel­ben Zins­sät­ze mass­ge­bend wie für sol­che in Fremd­wäh­run­gen. Der Nach­weis der höhe­ren, respek­ti­ve tie­fe­ren markt­mä­ssi­gen Kapi­tal­be­schaf­fungs­ko­sten im Ein­zel­fall bleibt vor­be­hal­ten. Im übri­gen stellt die Gewäh­rung unver­zins­li­cher oder unge­nü­gend ver­zin­ster Vor­schüs­se oder Dar­le­hen an Betei­lig­te oder an ihnen nahe ste­hen­de Drit­te eine geld­wer­te Lei­stung dar. Das­sel­be gilt für über­setz­te Zin­sen, die auf Grund von Ver­pflich­tun­gen gegen­über Betei­lig­ten oder ihnen nahe ste­hen­den Drit­ten ver­gü­tet wer­den.

Philipp Kruse

Posted by Philipp Kruse

RA Philipp Kruse führt seit 2012 eine eigene Praxis für Steuerrecht in Zürich (Kruse | Tax & Law). Er studierte an den Universitäten Bern, Heidelberg und Exeter/UK und hat seit 1998 in drei Zürcher Wirtschaftskanzleien praktiziert. Er war von 2003 bis 2007 im Kantonalen Steueramt Zürich tätig und hat sich seither auf den Bereich 'Steuer- und Abgaberecht' spezialisiert.