Am 22. Janu­ar 2014 wur­de die Ver­nehm­las­sung für Anpas­sun­gen im Fir­men­recht für Kol­lek­tiv-, Kom­man­dit- und Kom­man­ditak­ti­en­ge­sell­schaf­ten sowie Ein­zel­un­ter­neh­men eröff­net. Aus dem Begleit­be­richt zur Ver­nehm­las­sungs­vor­la­ge:

Der Vor­ent­wurf ver­folgt daher vier Haupt­zie­le:

  • Die ein­mal gewählte Fir­ma soll auf unbe­stimm­te Zeit weitergeführt wer­den können. Ins­be­son­de­re sol­len bei Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten Gesell­schaf­ter­wech­sel ohne Änderung der Fir­ma möglich sein und die Umwand­lung in eine ande­re Rechts­form soll die Fir­ma idea­ler­wei­se nur noch beim Rechts­form­zu­satz tan­gie­ren. Der erar­bei­te­te und gepfleg­te Wert einer Fir­ma bleibt dadurch erhal­ten. 
  • Aus der Fir­ma soll die jewei­li­ge Rechts­form direkt erkenn­bar sein. Wenn sich jede Gesell­schaft in der Fir­ma als das bezeich­net, das sie ist, las­sen sich Unklar­hei­ten bezüglich der Erkenn­bar­keit als Fir­ma bzw. Täuschungen über die Rechts­form ver­mei­den. 
  • Bei der Fir­men­bil­dung sol­len für alle Gesell­schaf­ten die­sel­ben Vor­schrif­ten gel­ten, dar­aus resul­tiert ein wei­test­ge­hend rechtsformunabhängiges Fir­men­recht. Ausser bei Ein­zel­un­ter­neh­men besteht die Fir­ma aus einem frei zu bil­den­den Kern, der mit der ent­spre­chen­den Rechts­for­m­an­ga­be ergänzt wird. 
  • Die Fir­men von Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­ditak­ti­en­ge­sell­schaf­ten müssen sich nach gel­ten­dem Recht nur von ande­ren Gesell­schaf­ten der­sel­ben Form am glei­chen Ort unter­schei­den, währendem die Aus­schliess­lich­keit der Fir­ma von Akti­en­ge­sell­schaf­ten, Gesell­schaf­ten mit beschränkter Haf­tung und Genos­sen­schaf­ten in der gan­zen Schweiz gilt. Die Aus­schliess­lich­keit der Fir­ma soll für alle Han­dels­ge­sell­schaf­ten auf die gan­ze Schweiz aus­ge­dehnt wer­den. Damit wird dem Umstand Rech­nung getra­gen, dass sich der Wir­kungs­kreis von vie­len Gesell­schaf­ten nicht mehr nur auf die Sitz­ge­mein­de beschränkt. 
David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.