Das Bun­des­ge­richt, das Bun­des­straf­ge­richt, das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt und des Bun­des­pa­tent­ge­richt haben gemein­sam je eige­ne Medi­en­mit­tei­lun­gen zu den Geschäfts­be­rich­ten 2013 ver­öf­fent­licht.

Die Geschäfts­be­rich­te sind wie folgt ver­füg­bar:

Aus den Medi­en­mit­tei­lun­gen (Aus­zü­ge):

BGer:

Im Berichts­jahr hat das Bun­des­ge­richt 7’919 neue Ein­gän­ge erhal­ten, so vie­le wie noch
nie (2012: 7’871). Das Gericht erle­dig­te 7’878 Fäl­le (2012: 7’667). Die Pen­den­zen am
Ende des Berichts­jah­res stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr ins­ge­samt leicht an (auf
2’510 Fäl­le gegen­über 2’469 im Jahr 2012).
Obwohl die Erle­di­gungs­zah­len im Ver­gleich zum ver­gan­ge­nen Jahr gesamt­haft gestei­gert
wer­den konn­ten, ver­moch­ten drei der sie­ben Abtei­lun­gen mit dem Beschwer­de­ein­gang
nicht Schritt zu hal­ten. Ange­spannt ist die Situa­ti­on ins­be­son­de­re in
der Straf­recht­li­chen Abtei­lung. Ausser­dem hat die Geschäfts­last in der Ersten öffent­lich­recht­li­chen
Abtei­lung, wel­che zwar von gewis­sen straf­recht­li­chen Dos­siers ent­la­stet
wur­de, nicht nach­ge­las­sen. Dies nament­lich auf­grund der zahl­rei­chen Beschwer­den im
Zusam­men­hang mit der neu­en Ver­fas­sungs­be­stim­mung über die Zweit­woh­nun­gen (Lex
Weber).

Die beim BGer 2013 ein­ge­gan­ge­nen Beschwer­den ver­tei­len sich wie folgt:

  • I. und II. OeA: ca. 35%
  • I. und II. ZirA: ca. 25%
  • StrA: ca. 16%
  • I. und II. SorA: ca. 24% 

BSt­Ger:

Im Jahr 2013 ent­sprach das Geschäfts­vo­lu­men am Bun­des­straf­ge­richt ins­ge­samt etwa
dem­je­ni­gen des Vor­jah­res. Die Ein­gän­ge bei der Beschwer­de­kam­mer haben noch
ein­mal leicht zuge­nom­men; die Ein­gän­ge bei der Straf­kam­mer lagen etwas tie­fer als im
Vor­jahr, jedoch immer noch höher als im Durch­schnitt der letz­ten fünf Jah­re und damit
im gene­rel­len posi­ti­ven Trend. Die Erle­di­gun­gen nah­men in bei­den Kam­mern zu. Damit
konn­ten die Pen­den­zen per Ende Jahr in bei­den Kam­mern gegen­über dem Vor­jahr
gesenkt wer­den.

BVGer:

Das Geschäfts­jahr des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts war gekenn­zeich­net vom wei­te­ren Abbau von Ver­fah­ren, die vor­wie­gend in den Jah­ren vor 2012 anhän­gig gemacht wur­den. Gleich­zei­tig konn­te die Zahl der hän­gi­gen Ver­fah­ren redu­ziert sowie­ein Rück­gang der durch­schnitt­li­chen Erle­di­gungs­dau­er erzielt wer­den. Die Per­so­nal­fluk­tua­ti­on hat sich nach dem Gerichts­um­zug sta­bi­li­siert.

 BPat­Ger:

Das Bun­des­pa­tent­ge­richt hat am 1. Janu­ar 2012 sei­ne Tätig­keit auf­ge­nom­men. Es beur­teilt
anstel­le der bis­her zustän­di­gen kan­to­na­len Gerich­te als das erst­in­stanz­li­che Patent­ge­richt
des Bun­des zivil­recht­li­che Strei­tig­kei­ten über Paten­te.
Das erste Geschäfts­jahr war noch geprägt durch den Auf­bau und die Über­nah­me der -
jeni­gen Patent­ver­fah­ren, wel­che an den kan­to­na­len Gerich­ten hän­gig gewe­sen waren.
Dem­ge­gen­über zeich­net sich das Geschäfts­jahr 2013 dadurch aus, dass der “cou­rant
nor­mal” Ein­zug gehal­ten hat.

Erle­digt wur­den im Berichts­jahr 18 ordent­li­che Ver­fah­ren, davon 16 durch Ver­gleich.
Die­se Ver­gleichs­quo­te von 89% dürf­te ein­ma­lig sein und blei­ben.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.