Der Bun­desrat hat das FAT­CA-Gesetz auf den 30. Juni 2014 in Kraft geset­zt (vgl. dazu unsere früheren Beiträge vom 14.2.13 und vom 30.9.13). 

Aus der Medi­en­mit­teilung:

Damit kön­nen schweiz­erische Finanzin­sti­tute die neue FAT­CA-Regelung für US-Per­so­n­en erle­ichtert umset­zen. Die weltweite Umset­zung von FATCA begin­nt am 1. Juli 2014.

Das FAT­CA-Abkom­men Schweiz-USA, welch­es von den Eid­genös­sis­chen Räten im Sep­tem­ber 2013 genehmigt wurde, ist durch einen Note­naus­tausch am 2. Juni 2014 in Kraft getreten. Es bringt schweiz­erischen Finanzin­sti­tuten Erle­ichterun­gen bei der Umset­zung des amerikanis­chen For­eign Account Tax Com­pli­ance Act (FATCA), welch­es alle US-Per­so­n­en umfasst. Die Umset­zung erfol­gt in der Schweiz nach dem so genan­nten Mod­ell 2. Dem­nach melden schweiz­erische Finanzin­sti­tute die Kon­to­dat­en mit Zus­tim­mung der betrof­fe­nen US-Kun­den direkt an die US-Steuer­be­hörde. Dat­en über nicht koop­er­a­tionswillige Kun­den müssen die USA auf dem ordentlichen Amt­shil­feweg anfordern.

Gle­ichzeit­ig mit dem FAT­CA-Abkom­men hat­te das Eid­genös­sis­che Par­la­ment im Sep­tem­ber 2013 das FAT­CA-Umset­zungs­ge­setz genehmigt. Das Ref­er­en­dum gegen das Gesetz ist nicht zus­tande gekom­men. Das Gesetz wird nun samt Verord­nung betr­e­f­fend Meldepflicht­en am 30. Juni 2014 in Kraft geset­zt.

Am 21. Mai 2014 hat der Bun­desrat den Entwurf des Man­dats zu Ver­hand­lun­gen mit den USA über einen Wech­sel zu Mod­ell 1 gut­ge­heis­sen. Dieses sieht den automa­tis­chen Infor­ma­tion­saus­tausch vor. Wann ein entsprechen­des Abkom­men vor­liegen wird, ist zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt noch ungewiss.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.