Das BGer hat­te sich im vor­lie­gen­den Urteil mit der Zustän­dig­keit des Sozi­al­ver­si­che­rungs­ge­richts VD (SozVers­Ger) für eine Ver­ant­wort­lich­keits­kla­ge gegen Orga­ne einer Vor­sor­ge­ein­rich­tung (BVG 52) im Zusam­men­hang mit mög­li­cher­wei­se unge­recht­fer­tig­ten Zah­lun­gen an Drit­te zu befas­sen. Das Gericht war auf die­se Kla­ge nicht ein­ge­tre­ten.

Die Klä­ge­rin hat­te sich dabei u.a. auf BGE 138 V 346 (dazu unse­re Zusam­men­fas­sung; der dama­li­ge Art. 89bis IV ist heu­te Art. 89a VI ZGB) beru­fen und gel­tend gemacht, Ansprü­che patro­na­ler Wohl­fahrts­fonds fie­len nicht in die Zustän­dig­keit des SozVers­Ger. Das BGer hält im vor­lie­gen­den Ent­scheid dage­gen fest, dass die ana­lo­ge Anwen­dung der Regeln über die Ver­mö­gens­ver­wal­tung auf patro­na­le Wohl­fahrts­fonds auch die ana­lo­ge Anwen­dung der Ver­ant­wort­lich­keits­be­stim­mun­gen ein­schliesst. Dar­aus folgt sodann, dass ent­spre­chen­de Ver­ant­wort­lich­keits­an­sprü­che nicht in die Zustän­dig­keit der Zivil­ge­rich­te fal­len, son­dern in die Zustän­dig­keit der­je­ni­gen Gerich­te, die im Bereich der beruf­li­chen Vor­sor­ge zustän­dig sind.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.