Die RK-N hat die Detail­be­ra­tung des Ent­wur­fes der Kom­mis­si­on für Rechts­fra­gen des Stän­de­ra­tes [Fah­nen] zur Ände­rung des Obli­ga­tio­nen­rechts betref­fend Revi­si­on des Wider­rufs­rechts (06.441; dazu swiss­blawg vom 9.2.14 und vom 14.3.14) been­det und die­sen mit 11 zu 7 Stim­men bei 1 Ent­hal­tung ange­nom­men.

Aus der Medi­en­mit­tei­lung:

Damit soll ein all­ge­mei­nes Wider­rufs­recht für Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten im gesam­ten Fern­ab­satz­ge­schäft ein­ge­führt wer­den, um die­se bes­ser vor über­eil­ten Kauf­ent­schei­den und Über­rum­pe­lung zu schüt­zen. Sie ist dabei weit­ge­hend dem Ent­wurf der RK-SR bzw. dem Beschluss des Stän­de­ra­tes gefolgt. In der Kom­mis­si­on war jedoch umstrit­ten (11 zu 11 Stim­men), ob die Defi­ni­ti­on des Fern­ab­satz­ge­schäfts (Art. 40c E-OR) nur auf durch Tele­fon abge­schlos­se­ne Geschäf­te beschränkt wer­den soll. Mit Stich­ent­scheid des Prä­si­den­ten sprach sich die Mehr­heit für den Ent­wurf der RK-SR und somit gegen eine sol­che Beschrän­kung aus. Eine Min­der­heit bean­tragt hin­ge­gen eine Beschrän­kung. Hin­sicht­lich der Aus­nah­men von einem Wider­rufs­recht woll­te eine Mehr­heit der Kom­mis­si­on (13 zu 7 Stim­men bei 2 Ent­hal­tun­gen) den Betrag in Art. 40e Bst. a E-OR auf 200 Fran­ken erhö­hen. Fer­ner will die Mehr­heit der Kom­mis­si­on (12 zu 8 Stim­men) bei Art. 40i E-OR einen neu­en Buch­sta­ben f ein­füh­ren, wonach das Wider­rufs­recht erlischt, wenn bei Elek­tro­ge­rä­ten die Ori­gi­nal­ver­packung ent­sie­gelt oder das Gerät ein­ge­schal­tet wur­de. Eine Min­der­heit bean­tragt dies abzu­leh­nen. Bezüg­lich der abso­lu­ten Frist des Wider­rufs­rechts (Art. 40j Abs. 3 OR) ist die Kom­mis­si­on mit 10 zu 7 Stim­men bei 2 Ent­hal­tun­gen dem Stän­de­rat bzw. dem Ent­wurf der RK-SR gefolgt, wonach eine Frist von 3 Mona­ten und 14 Tagen vor­ge­se­hen ist. Eine Min­der­heit will die Frist auf 1 Jahr und 14 Tage erhö­hen.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.