Mit Ver­fü­gung vom 8. August 2014 hat die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on (WEKO) eine ein­ver­nehm­li­che Rege­lung zwi­schen ihrem Sekre­ta­ri­at und der AMAG Auto­mo­bil- und Moto­ren AG geneh­migt und damit gegen­über AMAG das lau­fen­de Ver­fah­ren zu Preis­ab­spra­chen für Neu­wa­gen der Kon­zern­mar­ken der Volks­wa­gen-Grup­pe abge­schlos­sen.

Die am 22. Mai 2013 auf Selbst­an­zei­ge von AMAG hin eröff­ne­te Unter­su­chung rich­tet sich gegen ver­schie­de­ne Schwei­zer Kon­zes­sio­nä­re von Kon­zern­mar­ken der Volks­wa­gen-Grup­pe, näm­lich VW, Audi, Ško­da und Seat. Gegen­stand der Unter­su­chung bil­det der Vor­wurf der Fest­set­zung von Preis­nach­läs­sen und Ablie­fe­rungs­pau­scha­len im Ein­zel­han­dels­ver­kauf bei Neu­wa­gen der frag­li­chen Mar­ken.

In der ein­ver­nehm­li­chen Rege­lung ver­pflich­tet sich AMAG nun, Ver­ein­ba­run­gen über die Fest­set­zung von Preis­nach­läs­sen und Ablie­fe­rungs­pau­scha­len nicht anzu­wen­den und kei­ne preis­re­le­van­ten Infor­ma­tio­nen mit Kon­kur­ren­ten aus­zu­tau­schen. Infol­ge der Selbst­an­zei­ge wird AMAG kei­ne Sank­ti­on auf­er­legt. Das Ver­fah­ren wird im Übri­gen nur gegen­über AMAG abge­schlos­sen, gegen­über den vier übri­gen betei­lig­ten Kon­zes­sio­nä­ren wird die Unter­su­chung fort­ge­führt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Pres­se­mit­tei­lung vom 19. August 2014 (HTML).

Oliver Kaufmann

Posted by Oliver Kaufmann

RA Dr. Oliver Kaufmann hat an der Universität Zürich studiert und war danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Sekretariat der WEKO tätig. Er arbeitet als Rechtsanwalt und Partner bei Streichenberg in Zürich.