Der Bun­des­rat will die Unter­neh­mens­nach­fol­ge für Ein­zel­un­ter­neh­men, Kol­lek­tiv-, Kom­man­dit- und Kom­man­ditak­ti­en­ge­sell­schaf­ten erleich­tern und hat zu die­sem Zweck eine Bot­schaft zur Anpas­sung der Vor­schrif­ten über die Bil­dung des Fir­men­na­mens ver­ab­schie­det.

Kon­ti­nui­tät des Fir­men­na­mens
Die vor­ge­schla­ge­ne Ände­rung des OR ver­folgt das Ziel, dass der ein­mal gewähl­te Fir­men­na­men auf unbe­stimm­te Zeit wei­ter­ge­führt wer­den kann. Ins­be­son­de­re sol­len bei Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten Gesell­schaf­ter­wech­sel ohne Ände­rung des Fir­men­na­mens mög­lich sein, und auch die Umwand­lung in eine ande­re Rechts­form soll den Fir­men­na­men idea­ler­wei­se nur noch beim Rechts­form­zu­satz tan­gie­ren. Zudem soll künf­tig aus dem Fir­men­na­men die jewei­li­ge Rechts­form direkt erkenn­bar sein.

Glei­che Vor­schrif­ten bei der Fir­men­bil­dung für alle Gesell­schaf­ten
Mit­tels einer wei­te­ren Ände­rung sol­len bei der Fir­men­bil­dung künf­tig für alle Gesell­schaf­ten die glei­chen Vor­schrif­ten gel­ten. Ausser bei Ein­zel­un­ter­neh­men besteht der Fir­men­na­men aus einem frei zu bil­den­den Kern, der mit dem ent­spre­chen­den Rechts­form­zu­satz ergänzt wird.

Schliess­lich soll mit der OR-Ände­rung die Aus­schliess­lich­keit des Fir­men­na­mens ver­ein­heit­licht wer­den. Die Aus­schliess­lich­keit des Fir­men­na­mens soll neu für alle Gesell­schaf­ten auf die gan­ze Schweiz aus­ge­dehnt wer­den, was bis­her nur für Akti­en­ge­sell­schaf­ten, Gesell­schaf­ten mit beschränk­ter Haf­tung und Genos­sen­schaf­ten galt.

Martin Rauber

Posted by Martin Rauber

RA Dr. Martin Rauber, LL.M, arbeitet als Rechtsanwalt bei Nater Dallafior Rechtsanwälte AG. Zuvor wirkte er als juristischer Sekretär am Bezirksgericht Horgen, wo er heute als nebenamtlicher Ersatzrichter im Einsatz steht. Er studierte an der Universität Freiburg i.Ue., der Université Libre de Bruxelles sowie an der University of Edinburgh (LL.M. Commercial Law).