D. reich­te Kla­ge gegen die C. AG ein, da sei­ne Erkran­kung durch Asbest­ex­po­si­ti­on am Arbeits­platz ver­ur­sacht wor­den sei. Nach­dem D. ver­starb, führ­ten sei­ne Töch­ter den Pro­zess wei­ter. Die schwei­ze­ri­schen Gerich­te gelang­ten jedoch zur Auf­fas­sung, dass sämt­li­che Ansprü­che ver­jährt sei­en.

Der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te stell­te dar­auf eine Ver­let­zung des Rechts auf Zugang zu einem Gericht nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK fest. Die Klä­ge­rin­nen stell­ten des­halb beim Bun­des­ge­richt ein Revi­si­ons­ge­such und bean­trag­ten die Auf­he­bung des bun­des­ge­richt­li­chen Ent­scheids.

Das Bun­des­ge­richt sistier­te das Revi­si­ons­ver­fah­ren unter Hin­weis auf eine hän­gi­ge Moti­on und den ein­ge­setz­ten Run­den Tisch zu Asbest. Dies zei­ge gemäss Bun­des­ge­richt, dass dem Anlie­gen gro­sse Bedeu­tung zuge­mes­sen wer­de und innert nütz­li­cher Frist Lösun­gen gefun­den wer­den sol­len (Urteil 4F_15/2014 vom 25. März 2015, E. 2.2.3).

Roland Bachmann

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Roland Bachmann ist Partner bei Nater Dallafior Rechtsanwälte AG. Sein Schwerpunkt als Wirtschaftsanwalt ist die Prozessführung. Vor seiner Tätigkeit in der Advokatur arbeitete Roland Bachmann als juristischer Sekretär des Obergerichts Zürich und des Bezirksgerichts Zürich. Er studierte an den Universitäten von Zürich, Tours (Frankreich) und Ann Arbor in Michigan (USA).