Nach Anhö­rung der Kan­to­ne und wei­te­rer inter­es­sier­ter Krei­se hat das EFD heu­te eine Ver­ord­nung zur Kon­kre­ti­sie­rung des Steu­er­erlass­ge­set­zes vom 20. Juni 2014 (ins­be­son­de­re der Art. 167 – 167g revDBG) ver­ab­schie­det. Die­se Steu­er­erlass­ver­ord­nung ersetzt die bis­he­ri­ge Ver­ord­nung des­sel­ben Depar­te­ments (SR 642.121) und prä­zi­siert das Erlass­ver­fah­ren, die Vor­aus­set­zun­gen für den Steu­er­erlass und die Ableh­nungs­grün­de nach neu­em Recht. Sie tritt gleich­zei­tig mit dem Steu­er­erlass­ge­setz am 1. Janu­ar 2016 in Kraft.

Mit dem Steu­er­erlass­ge­setz wird die Kom­pe­tenz zur Beur­tei­lung aller Erlass­ge­su­che betref­fend die direk­te Bun­des­steu­er auf die Kan­to­ne über­tra­gen (bis­he­ri­ge Zustän­dig­keit der Kan­to­ne nur bis CHF 25’000 Bun­des­steu­er pro Jahr). Neu lie­gen mit der revi­dier­ten Ver­ord­nung u.a. erst­mals auch kon­kre­ti­sie­ren­de Bestim­mun­gen über den Steu­er­erlass bei juri­sti­schen Per­so­nen vor.

Philipp Kruse

Posted by Philipp Kruse

RA Philipp Kruse führt seit 2012 eine eigene Praxis für Steuerrecht in Zürich (Kruse | Tax & Law). Er studierte an den Universitäten Bern, Heidelberg und Exeter/UK und hat seit 1998 in drei Zürcher Wirtschaftskanzleien praktiziert. Er war von 2003 bis 2007 im Kantonalen Steueramt Zürich tätig und hat sich seither auf den Bereich 'Steuer- und Abgaberecht' spezialisiert.