Der Bun­desrat hat die Botschaft für eine Änderung des Revi­sion­sauf­sichts­ge­set­zes im Zusam­men­hang mit der extrater­ri­to­ri­alen Zuständigkeit der Revi­sion­sauf­sichts­be­hörde (RAB) ver­ab­schiedet und gle­ichzeit­ig den unbe­strit­te­nen Teil der Zuständigkeit auf den 1. Okto­ber 2015 in Kraft geset­zt.

Gemäss dem entsprechen­den Entwurf soll die Zuständigkeit der RAB für aus­ländis­che Anlei­hen reduziert wer­den. Zudem sollen die Möglichkeit­en für aus­ländis­che Revi­sion­s­ge­sellschaften zur Befreiung von der Schweiz­er Auf­sicht erweit­ert wer­den.

Zur Ver­mei­dung von Dop­pel­spurigkeit­en ent­fall­en zukün­ftig zudem die Zulas­sungspflicht und Auf­sicht durch die RAB in zwei Aus­nah­me­fällen: zum einen, wenn das aus­ländis­che Revi­sion­sor­gan bere­its ein­er vom Bun­desrat anerkan­nten aus­ländis­chen Revi­sion­sauf­sichts­be­hörde unter­ste­ht, und zum anderen, wenn die ange­bote­nen Anlei­hen­soblig­a­tio­nen durch eine Gesellschaft garantiert wer­den, deren Revi­sion­sor­gan durch eine anerkan­nte Revi­sion­sauf­sichts­be­hörde beauf­sichtigt wird. Diese bere­its beschlossene Regelung wird auf den 1. Okto­ber 2015 in Kraft geset­zt, gilt aber vor­erst nur für die Revi­sion­sstellen aus­ländis­ch­er Emit­ten­ten von Beteili­gungspa­pieren.

Martin Rauber

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RA Dr. Martin Rauber, LL.M, arbeitet als Rechtsanwalt bei Nater Dallafior Rechtsanwälte AG. Zuvor wirkte er als juristischer Sekretär am Bezirksgericht Horgen, wo er heute als nebenamtlicher Ersatzrichter im Einsatz steht. Er studierte an der Universität Freiburg i.Ue., der Université Libre de Bruxelles sowie an der University of Edinburgh (LL.M. Commercial Law).