Mak­ler­pro­vi­sio­nen aus Grund­stück­ver­mitt­lun­gen sol­len künf­tig ein­heit­lich am Wohn­sitz bzw. Sitz in der Schweiz besteu­ert wer­den. Der Bun­des­rat hat kürz­lich das Ver­nehm­las­sungs­ver­fah­ren zu einer ent­spre­chen­den Ände­rung des Geset­zes über die Har­mo­ni­sie­rung der direk­ten Steu­ern der Kan­to­ne und Gemein­den (StHG, SR 642.14) eröff­net.

Gemäss gel­ten­dem StHG wer­den Mak­ler­pro­vi­sio­nen von in der Schweiz domi­zi­lier­ten juri­sti­schen Per­so­nen in deren Sitz­kan­ton besteu­ert, jene von natür­li­chen Per­so­nen im Lie­gen­schafts­kan­ton. Die­se Unter­schei­dung hat das Bun­des­ge­richt (BGE 2P.289/2000) als nicht gerecht­fer­tigt erach­tet und ent­schie­den, dass die Rege­lung für die natür­li­chen Per­so­nen auch auf die juri­sti­schen Per­so­nen anzu­wen­den sei.
Die Geset­zes­an­pas­sung führt nun zu einer ein­heit­li­chen Besteue­rung am Wohn­sitz bzw. Sitz des Grund­stück­mak­lers. […] Am Grund­stücks­ort erfolgt die Besteue­rung nur dann, wenn die ver­mit­teln­den Per­so­nen kei­nen Wohn­sitz bzw. Sitz in der Schweiz haben. […] (Aus der Medi­en­mit­tei­lung des Bun­des­ra­tes.)

Gewin­ne aus Han­del mit Grund­stücken sind wei­ter­hin durch­wegs im Bele­gen­heits­kan­ton zu ver­steu­ern.

Philipp Kruse

Posted by Philipp Kruse

RA Philipp Kruse führt seit 2012 eine eigene Praxis für Steuerrecht in Zürich (Kruse | Tax & Law). Er studierte an den Universitäten Bern, Heidelberg und Exeter/UK und hat seit 1998 in drei Zürcher Wirtschaftskanzleien praktiziert. Er war von 2003 bis 2007 im Kantonalen Steueramt Zürich tätig und hat sich seither auf den Bereich 'Steuer- und Abgaberecht' spezialisiert.