Der Bun­des­rat hat am 2. Sep­tem­ber 2015 die Ver­nehm­las­sung für eine Teil­re­vi­si­on der Ver­ord­nung über die Benüt­zung des Schwei­zer Namens für Uhren
(“Swiss­ma­de-Ver­ord­nung”) eröff­net. Ziel ist die Anpas­sung der Ver­ord­nung an die Swissness”-Gesetzgebung. Die Ver­nehm­las­sungs­frist endet am 2. Dezem­ber 2015.

Dem Bericht zufol­ge wer­den mit der Revi­si­on fol­gen­de Punk­te prä­zi­siert:

  • Der Ver­ord­nungs­ent­wurf stellt für die Defi­ni­ti­on einer Schwei­zer Uhr neu auf die Uhr als Gan­zes (End­pro­dukt) ab: Min­de­stens 60 Pro­zent der
    Her­stel­lungs­ko­sten
    einer Uhr müs­sen in der Schweiz anfal­len. Das ent­spricht den all­ge­mei­nen «Swissness»-Kriterien für Indu­strie­pro­duk­te
    (Arti­kel 48c Absatz 1 des Mar­ken­schutz­ge­set­zes [MSchG]4). Bis­her wur­de bei der Defi­ni­ti­on der Schwei­zer Uhr ein­zig auf das Uhr­werk abge­stellt.
  • Das Uhr­werk spielt wei­ter­hin eine bedeu­ten­de Rol­le. Nach wie vor müs­sen Bestand­tei­le aus schwei­ze­ri­scher Fabri­ka­ti­on min­de­stens 50 Pro­zent des Wer­tes des Uhr­werks aus­ma­chen. Zudem gilt auch für ein Uhr­werk, dass min­de­stens 60 Pro­zent der Her­stel­lungs­ko­sten in der Schweiz anfal­len müs­sen.
  • Im Wei­te­ren sieht der Ver­ord­nungs­ent­wurf vor, dass auch die tech­ni­sche Ent­wick­lung der Uhr sowie des Uhr­werks in der Schweiz vor­ge­nom­men wer­den muss. Die­ses Erfor­der­nis tritt zu dem bereits in der gel­ten­den Ver­ord­nung gefor­der­ten Zusam­men­set­zen und zur End­kon­trol­le der Uhr bzw. des Uhr­werks in der Schweiz hin­zu.
  • Der Uhren­be­griff wird im Ver­ord­nungs­ent­wurf erwei­tert, damit er auch Smart­wat­ches umfasst. Smart­wat­ches sol­len gegen­über her­kömm­li­chen Uhren hin­sicht­lich “Swiss made” nicht begün­stigt wer­den.
    Zudem defi­niert der Ver­ord­nungs­ent­wurf neu, was unter dem Zusam­men­set­zen des Uhr­werks in der Schweiz zu ver­ste­hen ist.

Im übri­gen gilt die MSchV auch für Uhren und Uhr­wer­ke.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.