Im Bun­des­blatt Nr. 39 vom 6. Okto­ber 2015 wur­de eine Ände­rung des SchKG vom 25. Sep­tem­ber 2015 publi­ziert. Art. 27 SchKG soll neu wie folgt lau­ten:

“5. Ver­tre­tung im Zwangs­voll­streckungs­ver­fah­ren 
1 Jede hand­lungs­fä­hi­ge Per­son ist berech­tigt, ande­re Per­so­nen im Zwangs­voll­streckungs­ver­fah­ren zu ver­tre­ten. Dies gilt auch für die gewerbs­mä­ssi­ge Ver­tre­tung. Die Kan­to­ne kön­nen einer Per­son aus wich­ti­gen Grün­den die gewerbs­mä­ssi­ge Ver­tre­tung ver­bie­ten. 
2 Die Kosten der Ver­tre­tung im Ver­fah­ren vor den Betrei­bungs- und Kon­kurs­äm­tern dür­fen nicht der Gegen­par­tei über­bun­den wer­den.” 

Dar­über hin­aus wer­den zudem (sozu­sa­gen bei­läu­fig) diver­se Bestim­mun­gen der ZPO geän­dert. Betrof­fen sind u.a. die Art. 198 Bst. d, Art. 229 und Art. 230, Art. 250 Bst. c, Art. 305 und Art. 317 ZPO. Gemäss Bot­schaft han­delt es sich hier­bei nur um redak­tio­nel­le Ände­run­gen (sie­he BBl 2014 8669).

Das Gesetz unter­steht dem fakul­ta­ti­ven Refe­ren­dum; die Refe­ren­dums­frist läuft am 14. Janu­ar 2016 ab. 

Lukas Wiget

Posted by Lukas Wiget

RA Dr. Lukas Wiget, LL.M, ist als Rechtsanwalt bei Blum&Grob Rechtsanwälte AG tätig. Nach dem Studium an der Universität Zürich arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Assistent, später am Bezirksgericht Horgen und in einer grösseren Zürcher Wirtschaftskanzlei. Das LL.M.-Studium absolvierte er in Sydney an der University of New South Wales.