Der Bun­des­rat hat heu­te die Bot­schaf­ten zu zwei wei­te­ren Steu­er­in­for­ma­ti­ons­ab­kom­men (SIA / TIEA) ver­ab­schie­det und den eid­ge­nös­si­schen Räten zur Geneh­mi­gung vor­ge­legt. Es han­delt sich um die Abkom­men mit Beli­ze und Gre­na­da.

DBA und SIA sind prin­zi­pi­ell gleich­wer­ti­ge Instru­men­te für die Rea­li­sie­rung einer OECD-stan­dard­kon­for­men Amts­hil­fe, wobei sich ein SIA aus­drück­lich auf die Amts­hil­fe auf Ersu­chen beschränkt.

Bevor die Abkom­men in Kraft tre­ten kön­nen, müs­sen sie vom Par­la­ment geneh­migt wer­den. Sie unter­lie­gen dem fakul­ta­ti­ven Refe­ren­dum. Bei der Anhö­rung nach Abschluss der Ver­hand­lun­gen haben sich die Kan­to­ne und die inter­es­sier­ten Wirt­schafts­krei­se posi­tiv geäu­ssert. Neben den genann­ten zwei SIA hat die Schweiz bereits sie­ben wei­te­re SIA mit Andor­ra, Grön­land, Guern­sey, Jer­sey, der Insel Man, San Mari­no und den Sey­chel­len abge­schlos­sen; die­se SIA sind bereits in Kraft.

Philipp Kruse

Posted by Philipp Kruse

RA Philipp Kruse führt seit 2012 eine eigene Praxis für Steuerrecht in Zürich (Kruse | Tax & Law). Er studierte an den Universitäten Bern, Heidelberg und Exeter/UK und hat seit 1998 in drei Zürcher Wirtschaftskanzleien praktiziert. Er war von 2003 bis 2007 im Kantonalen Steueramt Zürich tätig und hat sich seither auf den Bereich 'Steuer- und Abgaberecht' spezialisiert.