(Im Sinn eines Nach­trags; aus der Medi­en­mit­tei­lung des BR/SIF vom 29. Okto­ber 2015)

Das Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men (DBA) auf dem Gebiet der Steu­ern vom Ein­kom­men und vom Ver­mö­gen zwi­schen der Schweiz und Argen­ti­ni­en wird am 27. Novem­ber 2015 in Kraft tre­ten kön­nen, nach­dem die Rati­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren in bei­den Län­dern nun abge­schlos­sen sind. Es ersetzt das Abkom­men aus dem Jahr 1997 und ent­spricht dem aktu­el­len inter­na­tio­na­len Stan­dard beim Infor­ma­ti­ons­aus­tausch.

Argen­ti­ni­en hat­te das bis­her von bei­den Staa­ten nur pro­vi­so­risch ange­wen­de­te Abkom­men von 1997 im Jah­re 2012 gekün­digt. Das neue Abkom­men über­nimmt die mei­sten Rege­lun­gen des bis­he­ri­gen Abkom­mens und erfüllt den aktu­el­len inter­na­tio­na­len Stan­dard zum Infor­ma­ti­ons­aus­tausch auf Anfra­ge. Das neue Abkom­men wird ab 1. Janu­ar 2016 anzu­wen­den sein, mit Aus­nah­me der Quel­len­steu­ern, für wel­che laut Abkom­men bereits im Jah­re 2015 Ent­la­stun­gen zur Anwen­dung gelan­gen.

Die Schweiz hat gemäss Anga­ben des SIF bis­her 52 DBA und 9 Steu­er­in­for­ma­ti­ons­ab­kom­men (TIEA) unter­zeich­net, die den inter­na­tio­na­len Stan­dard in Sachen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch erfül­len; davon sind 41 DBA (inkl. DBA mit Argen­ti­ni­en) und 7 TIEA in Kraft.

Philipp Kruse

Posted by Philipp Kruse

RA Philipp Kruse führt seit 2012 eine eigene Praxis für Steuerrecht in Zürich (Kruse | Tax & Law). Er studierte an den Universitäten Bern, Heidelberg und Exeter/UK und hat seit 1998 in drei Zürcher Wirtschaftskanzleien praktiziert. Er war von 2003 bis 2007 im Kantonalen Steueramt Zürich tätig und hat sich seither auf den Bereich 'Steuer- und Abgaberecht' spezialisiert.