Der Bun­des­rat hat eine Ver­nehm­las­sung zur Ände­rung des
Gleich­stel­lungs­ge­set­zes eröff­net, wonach Arbeit­ge­ber mit 50 oder mehr Mit­ar­bei­ten­den ver­pflich­tet wer­den, alle vier Jah­re sel­ber eine
Lohn­ana­ly­se
nach einer aner­kann­ten Metho­de durch­zu­füh­ren (Medi­en­mit­tei­lung; Geset­zes­ent­wurf; erläu­tern­der Bericht).

Der uner­klär­te Teil des Lohn­un­ter­schieds zwi­schen Frau und Mann in der Pri­vat­wirt­schaft lag gemäss
Bun­des­amt für Sta­ti­stik im Jahr 2012 bei 8,7 Pro­zent, was CHF 678 pro Monat
ent­spricht. Die uner­klär­li­chen Lohn­un­ter­schie­de bestehen, obwohl die Lohn­gleich­heit seit mehr als drei­ssig Jah­ren in der Ver­fas­sung ver­an­kert ist. Der Bun­des­rat gelang­te daher zur Über­zeu­gung, dass zusätz­li­che staat­li­che Mass­nah­men nötig sei­en. Die Lohn­gleich­heit soll aber ver­wirk­licht wer­den, ohne dass der
Staat sel­ber Lohn­kon­trol­len durch­führt.

Roland Bachmann

Posted by Roland Bachmann

Roland Bachmann ist Partner bei Nater Dallafior Rechtsanwälte AG. Sein Schwerpunkt als Wirtschaftsanwalt ist die Prozessführung. Vor seiner Tätigkeit in der Advokatur arbeitete Roland Bachmann als juristischer Sekretär des Obergerichts Zürich und des Bezirksgerichts Zürich. Er studierte an den Universitäten von Zürich, Tours (Frankreich) und Ann Arbor in Michigan (USA).