Der Bun­des­rat hat die Bot­schaft zum Finanz­dienst­lei­stungs­ge­setz (FIDLEG) und zum Finanz­in­sti­tuts­ge­setz (FINIG) ver­ab­schie­det.

Spe­zi­ell aus zivil­pro­zes­sua­ler Optik zu erwäh­nen ist, dass die ursprüng­lich ange­dach­ten Instru­men­te der Beweis­last­um­kehr, des Pro­zess­ko­sten­fonds sowie des Schieds­ge­richts nicht wei­ter­ver­folgt wer­den. Dem­ge­gen­über wer­den die Ombuds­stel­len gestärkt. Die Regeln zur kol­lek­ti­ven Rechts­durch­set­zung (Grup­pen­ver­glei­che und Ver­bands­kla­gen) sol­len im Rah­men einer Ände­rung der Zivil­pro­zess­ord­nung ein­ge­führt bzw. erwei­tert wer­den und nicht auf Ver­fah­ren im Zusam­men­hang mit Finanz­dienst­lei­stern beschränkt sein.

Eine Gesamt­schau über die neu­en Rege­lun­gen fin­det sich in einem als “Roh­stoff” bezeich­ne­ten Papier des Bun­des­ra­tes.

Wei­te­re Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sind auf der Web­site des EFD abruf­bar.

Claudio Kerber

Posted by Claudio Kerber

RA lic.iur. Claudio Kerber arbeitet als Rechtsanwalt und Partner bei der Kanzlei Werder Viganò AG. Er ist Ko-Autor von Lehrwerken zum Wertpapierrecht (2005) und Finanzmarktrecht (2015).