Der Bun­des­rat hat das Wider­rufs­recht bei Tele­fon­ver­käu­fen (aber nicht bei Ein­käu­fen im Inter­net) von 14 Tagen auf den 1. Janu­ar 2016 in Kraft gesetzt. Gleich­zei­tig tritt eine Teil­re­vi­si­on des KKG in Kraft, die aggres­si­ve Wer­bung für Kon­sum­kre­di­te ver­bie­tet und den Gel­tungs­be­reich des KKG aus­dehnt (sie­he Medi­en­mit­tei­lung).

Nach gel­ten­dem OR besteht ein Wider­rufs­recht von sie­ben Tagen bei Haus­tür­ge­schäf­ten und ähn­li­chen Ver­trä­gen. Das OR wird nun ent­spre­chend ange­passt. Die Wider­rufs­frist von 14 Tagen wird nicht nur für Tele­fon­ver­käu­fe gel­ten, son­dern auch für Haus­tür- und ähn­li­che Geschäf­te.

Durch die Teil­re­vi­si­on des KKG (dazu swiss­blawg vom 8. April 2015 und vom 2. April 2014) wird aggres­si­ve Wer­bung für Kon­sum­kre­di­te ver­bo­ten, bei Bus­se bis CHF 100’000. Die Defi­ni­ti­on aggres­si­ver Wer­bung bleibt vor­läu­fig der Kre­dit­bran­che über­las­sen. Fer­ner wird der Gel­tungs­be­reich des KKG aus­ge­dehnt. Aus­ge­nom­men sind nur noch “Express­kre­di­te”, die spä­te­stens nach drei Mona­ten zurück­ge­zahlt wer­den müs­sen. Mit einer wei­te­ren Ände­rung soll die Qua­li­tät der Kre­dit­fä­hig­keits­prü­fung ver­bes­sert wer­den.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.