Der Bun­des­rat hat ent­schie­den, den Berech­nungs­me­cha­nis­mus für den Höchst­zins­satz für Kon­sum­kre­di­te per 1. Juli 2016 anzu­pas­sen und den Zins in Zukunft regel­mä­ssig zu über­prü­fen. Dies hat zur Fol­ge, dass der Zins­satz von der­zeit 15% für Bar­kre­di­te vor­aus­sicht­lich auf 10% gesenkt wer­den wird, bei Kre­dit­kar­ten­über­zü­gen auf 12%. 

Aus der Medi­en­mit­tei­lung:

In Bezug auf die Höhe des Höchst­zins­sat­zes schreibt das KKG vor, die von der Natio­nal­bank ermit­tel­ten, für die Refi­nan­zie­rung des Kon­sum­kre­dit­ge­schäf­tes mass­geb­li­chen Zins­sät­ze zu berück­sich­ti­gen. Aus­ge­hend vom Geset­zes­wort­laut muss die­sem Zins­satz eine fixe Soll- bezie­hungs­wei­se Min­dest­mar­ge hin­zu­ge­rech­net wer­den. Die Natio­nal­bank bezeich­net den Drei­mo­nats­li­bor als mass­geb­lich und erach­tet unter Berück­sich­ti­gung der effek­ti­ven Refi­nan­zie­rungs­ko­sten einen pau­scha­len Zuschlag von 8 – 10 Pro­zent­punk­ten als ange­mes­sen. Der Bun­des­rat hat des­halb ent­schie­den, den Höchst­zins­satz fest­zu­le­gen, indem zum Drei­mo­nats­li­bor ein Zuschlag gemacht und der auf die­se Wei­se ermit­tel­te Wert auf die nächst­lie­gen­de gan­ze Zahl auf- oder abge­run­det wird. Bei Bar­kre­di­ten beläuft sich die­ser Zuschlag auf 10 Pro­zent­punk­te wobei der Höchst­zins­satz min­de­stens 10% betra­gen muss. Bei Über­zie­hungs­kre­di­ten zum Bei­spiel bei Kre­dit­kar­ten beläuft sich der Zuschlag auf 12 Pro­zent­punk­te, wobei der Höchst­zins min­de­stens 12% betra­gen muss. Die­se Unter­schei­dung erfolgt, weil die Kosten für die Kre­dit­ge­ber bei den Über­zie­hungs­kre­di­ten höher sind als bei den Bar­kre­di­ten.
Sofern sich der Drei­mo­nats­li­bor nicht erheb­lich erhöht, wird der Höchst­zins­satz auf den 1. Juli 2016 von der­zeit 15% gesenkt – auf 10% bei Bar­kre­di­ten und auf 12% bei Über­zie­hungs­kre­di­ten.

Nach­trag: Die Teil­re­vi­si­on der VKKG wur­de in AS 2016 273 amt­lich publi­ziert.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.