Aus einer Medi­en­mit­tei­lung der Par­la­ments­dien­ste vom 2. Dez. 2015: 

„Das Par­la­ment ist zwar für den auto­ma­ti­schen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch (AIA), will aber kei­ne stren­ge­ren [GwG-] Rege­lun­gen für Kun­den aus Län­dern ohne sol­che Abkom­men. Die Räte wol­len den Ban­ken kei­ne zusätz­li­chen Sorg­falts­pflich­ten gegen Schwarz­geld auf­er­le­gen. Der Stän­de­rat trat am Mitt­woch mit 28 zu 15 Stim­men auf eine ent­spre­chen­de Ände­rung des Geld­wä­sche­rei­ge­set­zes nicht ein, die zusätz­li­che Sorg­falts­pflich­ten für Ban­ken vor­sah. Glei­ches hat­te im Herbst schon der Natio­nal­rat getan. Damit ist die Vor­la­ge vom Tisch.“

Im Juni 2015 hat­te der Bun­des­rat den Ent­wurf einer ent­spre­chen­den GwG-Anpas­sung mit Bot­schaft dem Par­la­ment über­wie­sen. Gemäss Absicht des Bun­des­ra­tes hät­ten die erwei­ter­ten Sorg­falts­pflich­ten „gegen­über Kun­den aus Län­dern grei­fen [sol­len], bei denen die künf­ti­gen Abkom­men zum auto­ma­ti­schen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch über Finanz­kon­ten (AIA) nicht zur Anwen­dung gelan­gen.” (s. swiss­blawg vom 12. Juni 2015) Die Vor­la­ge war bereits vom Natio­nal­rat in der ver­gan­ge­nen Herbst­ses­si­on abge­lehnt wor­den.

Philipp Kruse

Posted by Philipp Kruse

RA Philipp Kruse führt seit 2012 eine eigene Praxis für Steuerrecht in Zürich (Kruse | Tax & Law). Er studierte an den Universitäten Bern, Heidelberg und Exeter/UK und hat seit 1998 in drei Zürcher Wirtschaftskanzleien praktiziert. Er war von 2003 bis 2007 im Kantonalen Steueramt Zürich tätig und hat sich seither auf den Bereich 'Steuer- und Abgaberecht' spezialisiert.