In einer ver­si­che­rungs­recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung war umstrit­ten, wel­che Par­tei die Beweis­last für das Vor­lie­gen einer Dop­pel­ver­si­che­rung trägt (Urteil 4A_333/2016 vom 18. August 2016).

Bei Dop­pel­ver­si­che­rung haf­tet jeder Ver­si­che­rer für den Scha­den in dem Ver­hält­nis, in dem sei­ne Ver­si­che­rungs­sum­me zum Gesamt­be­trag der Ver­si­che­rungs­sum­men steht (E. 3.4.1).

Gemäss Bun­des­ge­richt bezweckt die Ein­re­de der Dop­pel­ver­si­che­rung die (teil­wei­se) Befrei­ung von der ver­trag­li­chen Lei­stungs­pflicht. Folg­lich muss die Ver­si­che­rung bewei­sen, dass dem Ver­si­cher­ten aus einem ande­ren Ver­si­che­rungs­ver­trag ein Anspruch auf Deckung sei­nes Scha­dens zusteht (E. 3.4.1).

Sie hat dabei auch nach­zu­wei­sen, dass die meh­re­ren Ver­si­che­rungs­sum­men den Ver­si­che­rungs­wert über­stei­gen, was die Bezif­fe­rung der ein­zel­nen (Teil-)Versicherungssummen vor­aus­setzt (E. 3.4.2).

Roland Bachmann

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Roland Bachmann ist Partner bei Nater Dallafior Rechtsanwälte AG. Sein Schwerpunkt als Wirtschaftsanwalt ist die Prozessführung. Vor seiner Tätigkeit in der Advokatur arbeitete Roland Bachmann als juristischer Sekretär des Obergerichts Zürich und des Bezirksgerichts Zürich. Er studierte an den Universitäten von Zürich, Tours (Frankreich) und Ann Arbor in Michigan (USA).