Die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on (WEKO) hat eine aus­län­di­sche Her­stel­le­rin von sog. Warn­blitz­leuch­ten sowie deren Schwei­zer Gene­ral­im­por­teu­rin wegen der Ver­hin­de­rung eines Par­al­lel­im­por­tes gebüsst.

Die vom Ver­fah­ren betrof­fe­nen Warn­blitz­leuch­ten (elek­tro­ni­sche Signalleuch­ten, die zum Bei­spiel der Poli­zei oder Feu­er­wehr für die tem­po­rä­re Signa­li­sa­ti­on auf Stra­ssen die­nen) wer­den von der austra­li­schen Efla­re Cor­po­ra­ti­on Pty Ltd her­ge­stellt und in der Schweiz durch deren Gene­ral­im­por­teu­rin Waseg-Han­del GmbH ver­trie­ben. Laut Medi­en­mit­tei­lung hat­te eine Kon­kur­ren­tin der Gene­ral­im­por­teu­rin mit Blick auf einen grö­sse­ren Beschaf­fungs­auf­trag der Schwei­zer Armee ver­sucht, die Warn­blitz­leuch­ten von der pol­ni­schen Ver­triebs­part­ne­rin von Efla­re zu bezie­hen. Efla­re wei­ger­te sich aller­dings auf Wunsch der Gene­ral­im­por­teu­rin, die pol­ni­sche Ver­triebs­part­ne­rin mit den dazu not­wen­di­gen Pro­duk­ten zu belie­fern. Dem Wort­laut der Medi­en­mit­te­lung zufol­ge lag dem Ver­fah­ren nur gera­de eine Ver­hin­de­rung eines Par­al­lel­im­por­tes zugrun­de. Jeden­falls lag damit nach Ansicht der WEKO zwi­schen der Her­stel­le­rin Efla­re und deren Gene­ral­im­por­teu­rin Waseg-Han­del GmbH eine unzu­läs­si­ge ver­ti­ka­le Abre­de über abso­lu­ten Gebiets­schutz im Sin­ne von Art. 5 Abs. 4 KG vor.

Die Bus­sen von ins­ge­sammt CHF 35’000 wur­de im Zusam­men­hang mit der Geneh­mi­gung einer ein­ver­nehm­li­chen Rege­lung aus­ge­spro­chen. Die Her­stel­le­rin und die Gene­ral­im­por­teu­rin ver­pflich­te­ten sich dar­in, zukünf­tig kei­ne Gebiets­schutz­ab­re­den mehr zu tref­fen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Medi­en­mit­tei­lung vom 20. Dezem­ber 2016 (PDF).

Oliver Kaufmann

Posted by Oliver Kaufmann

RA Dr. Oliver Kaufmann hat an der Universität Zürich studiert und war danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Sekretariat der WEKO tätig. Er arbeitet als Rechtsanwalt und Partner bei Streichenberg in Zürich.