Monat: Februar 2017

1C_543/2016: Revision Aussichtsschutz Burghalden in Richterswil / Grundsatz der Planbeständigkeit nicht verletzt

Im Urteil vom 13. Febru­ar 2017 äusser­te sich das BGer zum in der Bau- und Zonen­ord­nung der Gemein­de Rich­ters­wil ent­hal­te­nen Aus­sichts­schutz “Burg­hal­den”. Der Aus­sichts­punkt liegt am soge­nann­ten “Gott­fried-Kel­ler-Plätz­li” und erfasst einen hori­zon­ta­len Sicht­win­kel von knapp 155°. Im Rah­men der Teil­re­vi­si­on der Nut­zungs­pla­nung mach­te der Gemein­de­rat den Vor­schlag, den Sek­tor 120°...

 • 28. Februar 2017

Inkrafttreten der überarbeiteten ICC Schiedsgerichtsordnung per 1. März 2017

Die inter­na­tio­na­le Han­dels­kam­mer (ICC) hat ihre Schieds­ge­richts­ord­nung über­ar­bei­tet. Die über­ar­bei­te­te ICC Schieds­ge­richts­ord­nung tritt am 1. März 2017 in Kraft. Die bedeu­tend­ste Neue­rung betrifft die Ein­füh­rung eines beschleu­nig­ten Ver­fah­rens, das auto­ma­tisch Anwen­dung fin­det auf Strei­tig­kei­ten, deren Streit­wert USD 2 Mil­lio­nen nicht über­steigt. Die Regeln betref­fend das beschleu­nig­te Ver­fah­ren fin­den grund­sätz­lich kei­ne Anwen­dung auf...

 • 28. Februar 2017

4A_363/2016: (hier keine) Schutzfähigkeit einer roten Schuhsohle als Positionsmarke – Christian Louboutin (amtl. Publ.)

Das Bun­des­ge­richt hat die Beschwer­de von Chri­sti­an Lou­bou­tin gegen ein Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts abge­wie­sen. Lou­bou­tin ist als Her­stel­ler exklu­si­ver Damen­schu­he bekannt, deren Soh­len jeweils rot sind. Die rote Far­be der Soh­le ist inter­na­tio­nal in Klas­se 25 als Posi­ti­ons­mar­ke regi­striert (IR 1031242), d.h. als Mar­ke, bei der ein bestimm­tes Zei­chen­ele­ment in...

 • 27. Februar 2017

5A_267/2016: Verzicht auf einen Anspruch als Entäusserung von Vermögenswerten i.S.v. Art. 527 Ziff. 4 ZGB

Dem Ent­scheid lag fol­gen­der Sach­ver­halt zugrun­de: Die Ehe­gat­ten C. und D. hat­ten zwei gemein­sa­me Kin­der, den Sohn A. und die Toch­ter B. Vater C. ver­starb im Jahr 1983. In einer letzt­wil­li­gen Ver­fü­gung setz­te er sei­ne Ehe­frau D. als Vor­erbin und sei­nen Sohn A. als Nach­er­ben von zwei Grund­stücken ein. Die...

 • 27. Februar 2017

6B_1151/2015: Internationaler Geltungsbereich der Chauffeurverordnung ARV 1 (amtl. Publ.)

X. geriet als Füh­rer eines Rei­se­bus­ses mit deut­scher Zulas­sung im Kan­ton Nid­wal­den in eine Ver­kehrs­kon­trol­le. Gestützt auf die Aus­wer­tung des Fahr­ten­schrei­bers erliess die Staats­an­walt­schaft Nid­wal­den einen Straf­be­fehl und sprach X. des vor­sätz­li­chen Über­schrei­tens der täg­li­chen Höchst­ar­beits­zeit, des mehr­fa­chen fahr­läs­si­gen Nicht­ein­hal­tens der vor­ge­schrie­be­nen Lenk­pau­sen sowie des fahr­läs­si­gen Nicht­ein­hal­tens der täg­li­chen Ruhe­zei­ten...

 • 25. Februar 2017

WEKO prüft Verwaltungspraxis bei Marktzulassungen in den Kantonen Bern, Waadt und Tessin

Die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on (WEKO) hat die Ver­wal­tungs­pra­xis bei Markt­zu­las­sun­gen für ver­schie­de­ne Berufs­grup­pen in den Kan­to­nen Bern, Waadt und Tes­sin unter­sucht. Wäh­rend bei den Gesund­heits­be­ru­fen die inter­kan­to­na­le Frei­zü­gig­keit offen­bar weit­ge­hend funk­tio­niert, bestehen bei ande­ren Berufs­grup­pen teils erheb­li­che Defi­zi­te. Unter­neh­men und selb­stän­dig Erwerbs­tä­ti­ge im Bereich des Bin­nen­markt­ge­set­zes haben einen indi­vi­du­al-recht­li­chen Anspruch auf frei­en...

 • 21. Februar 2017

5A_716/2016: keine Kostenfolgen für den Rechtsöffnungsgegner, auch wenn die Einwendung der Verrechnung erst mit der Gesuchsantwort erhoben wird (amtl. Publ.)

Im vor­lie­gen­den, zur amt­li­chen Publi­ka­ti­on vor­ge­se­he­nen Urteil hat­te das Bun­des­ge­richt zu ent­schei­den, ob der Schuld­ner zur Ver­mei­dung von Kosten­fol­gen (fak­tisch) gezwun­gen sei, eine all­fäl­li­ge Ver­rech­nung bereits bei Erhe­bung des Rechts­vor­schla­ges gel­tend zu machen. Dem Ent­scheid lag fol­gen­der Sach­ver­halt zugrun­de: Das BG Aar­au wies ein Rechts­öff­nungs­be­geh­ren von B. gegen A. ab,...

 • 20. Februar 2017

4A_685/2016: Hinterlegung (amtl. Publ.)

Die Werk­be­stel­le­rin hat­te mit zwei Unter­neh­men einen Werk­ver­trag abge­schlos­sen. In die­sem Werk­ver­trag wur­den die bei­den Unter­neh­men als “ARGE Y. GmbH / X. AG” bezeich­net. Bevor die Schluss­zah­lung gelei­stet wur­de, ent­stan­den zwi­schen den bei­den Unter­neh­men Strei­tig­kei­ten betref­fend die Auf­tei­lung der Zah­lun­gen. Aus die­sem Grund liess sich die Werk­be­stel­le­rin ermäch­ti­gen, den offe­nen Betrag...

 • 17. Februar 2017

4A_384/2016: aktienrechtliche Verantwortlichkeit, Aktivlegitimation

Zwei Gläu­bi­ger einer im Han­dels­re­gi­ster gelösch­ten Akti­en­ge­sell­schaft (nach­dem der über sie eröff­ne­te Kon­kurs man­gels Akti­ven ein­ge­stellt wor­den war) erho­ben gegen deren ehe­ma­li­gen (allei­ni­gen) Ver­wal­tungs­rat Kla­ge aus akti­en­recht­li­cher Ver­ant­wort­lich­keit. Das Bezirks­ge­richt hiess die Kla­ge teil­wei­se gut. Das Ober­ge­richt wies die Beru­fung ab und hiess die von den Gläu­bi­gern erho­be­ne Anschluss­be­ru­fung teil­wei­se gut....

 • 17. Februar 2017

BR: Botschaft betr. Umsatzabgabe-Befreiung von italienischen Treuhandgesellschaften (Fiduciarie statiche)

Ita­lie­ni­sche Treu­hand­ge­sell­schaf­ten, die der Steu­er­si­che­rung die­nen (Fidu­cia­rie sta­ti­che), sol­len von der Umsatz­ab­ga­be befreit wer­den. Das hat der Bun­des­rat an sei­ner Sit­zung vom 15. Febru­ar 2017 beschlos­sen und die ent­spre­chen­de Bot­schaft ver­ab­schie­det. Stimmt das Par­la­ment zu, wer­den Schwei­zer Ban­ken, die ita­lie­ni­sche Ver­mö­gen ver­wal­ten, nicht län­ger durch mehr­fach erho­be­ne Umsatz­ab­ga­ben benach­tei­ligt. Die...

 • 17. Februar 2017