In Anleh­nung an sei­nen Grund­satz­ent­scheid vom 16. Febru­ar 2017 (2C_893/2015; s. swiss­blawg) unter­sagt das Bun­des­ge­richt mit sei­nem Ent­scheid vom 17. März 2017 die Amts­hil­fe an Frank­reich weil der Daten­dieb­stahl in die­sem Fall in der Schweiz gesche­hen war und hier straf­recht­lich ver­folgt wer­den konn­te:

Im Gegen­satz zum kürz­lich gefäll­ten Bun­des­ge­richts­ent­scheid 2C_893/2015 liegt hier ein Anwen­dungs­fall von Arti­kel 7 Buch­sta­be c des Bun­des­ge­set­zes über die inter­na­tio­na­le Amts­hil­fe in Steu­er­sa­chen (StA­hiG) vor. Gemäss die­ser Norm wird auf ein Amts­hil­fe­er­su­chen nicht ein­ge­tre­ten, wenn sich die­ses auf Infor­ma­tio­nen stützt, die durch Hand­lun­gen erlangt wur­den, die nach schwei­ze­ri­schem Recht straf­bar sind. Die [in der Schweiz] straf­ba­re Her­kunft der Fal­cia­ni-Daten ist unbe­strit­ten, zumal Her­vé Fal­cia­ni vom Bun­des­straf­ge­richt 2015 rechts­kräf­tig ver­ur­teilt wur­de. (aus der Medi­en­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts vom 5.4.2017)

Philipp Kruse

Posted by Philipp Kruse

RA Philipp Kruse führt seit 2012 eine eigene Praxis für Steuerrecht in Zürich (Kruse | Tax & Law). Er studierte an den Universitäten Bern, Heidelberg und Exeter/UK und hat seit 1998 in drei Zürcher Wirtschaftskanzleien praktiziert. Er war von 2003 bis 2007 im Kantonalen Steueramt Zürich tätig und hat sich seither auf den Bereich 'Steuer- und Abgaberecht' spezialisiert.