Zum Schutz der Inve­sto­rin­nen und Inve­sto­ren auf dem Schwei­zer Kapi­tal­markt ent­fal­tet das Revi­si­ons­auf­sichts­ge­setz auch Wir­kun­gen im Aus­land. Der Revi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de (RAB) unter­ste­hen des­halb neben den Schwei­zer Revi­si­ons­un­ter­neh­men auch aus­län­di­sche Revi­si­ons­un­ter­neh­men, sofern sie aus­län­di­sche Unter­neh­men prü­fen, die auf dem Schwei­zer Kapi­tal­markt Betei­li­gungs­pa­pie­re oder Anlei­hen aus­ge­ben.

Zur Ver­mei­dung von Dop­pel­spu­rig­kei­ten ent­fal­len jedoch Zulas­sung und Auf­sicht durch die RAB in zwei Aus­nah­me­fäl­len. Die­se Rege­lung wur­de bereits auf den 1. Okto­ber 2015 in Kraft gesetzt, fand aber vor­erst nur auf die Revi­si­ons­stel­len aus­län­di­scher Emit­ten­ten von Betei­li­gungs­pa­pie­ren Anwen­dung.

Bun­des­rat und Par­la­ment haben ent­schie­den, die Zustän­dig­keit der RAB im Schwei­zer Markt für aus­län­di­sche Anlei­hen zu redu­zie­ren. Ins­be­son­de­re beschränkt sich die Auf­sicht neu auf kotier­te Anlei­hens­ob­li­ga­tio­nen; nicht-kotier­te Anlei­hen sind nicht mehr rele­vant. Zudem wer­den die Mög­lich­kei­ten für aus­län­di­sche Revi­si­ons­ge­sell­schaf­ten zur Befrei­ung von der Schwei­zer Auf­sicht erwei­tert. Die Inve­sto­ren sind in jedem Fall auf die feh­len­de staat­li­che Beauf­sich­ti­gung des Revi­si­ons­or­gans hin­zu­wei­sen.

Das ent­spre­chen­de Gesetz, gegen das kein Refe­ren­dum ergrif­fen wur­de, wird auf den 1. Okto­ber 2017 in Kraft gesetzt. Nähe­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich in der Medi­en­mit­tei­lung und auf der Web­site des EJPD.

Martin Rauber

Posted by Martin Rauber

RA Dr. Martin Rauber, LL.M, arbeitet als Rechtsanwalt bei Nater Dallafior Rechtsanwälte AG. Zuvor wirkte er als juristischer Sekretär am Bezirksgericht Horgen, wo er heute als nebenamtlicher Ersatzrichter im Einsatz steht. Er studierte an der Universität Freiburg i.Ue., der Université Libre de Bruxelles sowie an der University of Edinburgh (LL.M. Commercial Law).