Die Eid­genös­sis­che Steuerver­wal­tung (EStV) hat ihre jährlichen Rund­schreiben betr. steuer­lich anerkan­nte Zinssätze für Vorschüsse oder Dar­lehen an (resp. von) Beteiligte(n) oder ihnen nahe stehende(n) Dritte(n) für das Jahr 2018 pub­liziert:

Diese Zinssätze gel­ten bekan­ntlich als „safe haven“-Regeln. Der Nach­weis des Drittver­gle­ichs für abwe­ichende Zinssätze ist grund­sät­zlich möglich, im Einzelfall oft heikel (s. z.B. BGE 140 II 88; = Swiss­blawg vom 24.2.2014).

Bei der Berech­nung der steuer­lich höch­stzuläs­si­gen Zin­sen für Dar­lehen von Aktionären und Nah­este­hen­den ist auch ein allfäl­lig beste­hen­des verdeck­tes Eigenkap­i­tal im Sinne von EStV-Kreiss­chreiben Nr. 6 vom 6. Juni 1997 betr­e­f­fend verdeck­tes Eigenkap­i­tal bei Kap­i­talge­sellschaften und Genossen­schaften zu beacht­en. Dieses ist auch für die Belange der Ver­rech­nungss­teuer und Stem­pelab­gaben mass­gebend.

Philipp Kruse

Posted by Philipp Kruse

RA Philipp Kruse führt seit 2012 eine eigene Praxis für Steuerrecht in Zürich (Kruse | Tax & Law). Er studierte an den Universitäten Bern, Heidelberg und Exeter/UK und hat seit 1998 in drei Zürcher Wirtschaftskanzleien praktiziert. Er war von 2003 bis 2007 im Kantonalen Steueramt Zürich tätig und hat sich seither auf den Bereich 'Steuer- und Abgaberecht' spezialisiert.