Nach­dem die Ref­er­en­dums­frist unbe­nutzt abge­laufen ist, hat der Bun­desrat an sein­er Sitzung vom 7. Novem­ber 2018 das rev­i­dierte Ver­jährungsrecht auf den 1. Jan­u­ar 2020 in Kraft geset­zt.

Die bei­den zen­tralen Ele­mente der Revi­sion sind:

  • Ver­längerung der rel­a­tiv­en Ver­jährungs­frist von bish­er einem Jahr auf neu drei Jahre im Delik­ts- und Bere­icherungsrecht. Geschädigte Per­so­n­en haben also kün­ftig ab dem Zeit­punkt der Ken­nt­nis des Schadens und des Ersatzpflichti­gen drei Jahre Zeit, um ihren Anspruch gel­tend zu machen.
  • Neue zwanzigjährige absolute Ver­jährungs­frist bei Per­so­n­en­schä­den. Damit sollen Geschädigte von Spätschä­den bei der Gel­tend­machung ihrer Ansprüche nicht mehr wie bish­er an der Ver­jährung scheit­ern.

Rev­i­diert wer­den auch zahlre­iche weit­ere Regelun­gen des Ver­jährungsrechts im Pri­va­trecht. Diese betr­e­f­fen ins­beson­dere die Bes­tim­mungen zur Ver­jährung­shem­mung und zum Ver­jährungsverzicht.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen kön­nen hier abgerufen wer­den, ins­beson­dere die geän­derten Geset­zes­bes­tim­mungen.

Martin Rauber

Posted by Martin Rauber

RA Dr. Martin Rauber, LL.M., arbeitet als Rechtsanwalt bei Eversheds Sutherland AG. Zudem steht er als nebenamtlicher Ersatzrichter am Bezirksgericht Horgen im Einsatz. Er studierte an der Universität Freiburg i.Ue., der Université Libre de Bruxelles sowie an der University of Edinburgh (LL.M. Commercial Law).