David Vasella

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RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.

EBK: Überarbeitetes Rundschreiben öffentliche Werbung

Die EBK hat am 27. Sep­tem­ber 2007 das über­ar­bei­te (an die neue Kol­lek­tiv­an­la­ge­ge­setz­ge­bung ange­pass­te) Rund­schrei­ben “Öffent­li­che Wer­bung” ange­passt. Kei­ne öffent­li­che Wer­bung liegt vor, wenn sich die Wer­bung aus­schliess­lich an qua­li­fi­zier­te Anle­ger nach KAG (jetzt auch ver­mö­gen­de Pri­vat­per­so­nen) rich­tet. Inkraft­tre­ten: 1. Okto­ber 2007

 • 2. Oktober 2007

4A.129/2007: Eingewickelte Kugel für Schokolade nicht als Formmarke schützbar

Lindt & Sprüng­li kann sei­ne in rotes oder blau­es Zel­lo­phan ein­ge­wickel­ten Scho­ko­la­de­ku­geln nicht als Form­mar­ke ein­tra­gen las­sen, weil die­se Form gene­risch ist, dh das Wesen der Ware aus­macht. Das betrifft erstens die bei­den Wickel­en­den und zwei­tens die Kugel und die Far­ben. Hät­te Lindt & Sprüng­li den Anspruch auf Kugel eines...

 • 2. Oktober 2007

5A.134/2007: Arrest als vorsorgliche Massnahme (amtl. Publ.)

Ein Arrest ist eine (super-)provisorische (Sicherungs-)Massnahme und als sol­che durch das BGer nur mit beschränk­ter Kogni­ti­on über­prüf­bar (BGG 98). Die Rechts­ab­wen­dung erfolgt nicht vom Amtes wegen, son­dern nur auf ent­spre­chen­de Rüge hin (BGG 106). Die von Vischer Rechts­an­wäl­te betrie­be­ne Sei­te www​.arrest​pra​xis​.ch führt neben die­sem Ent­scheid eine Rei­he wei­te­rer Ent­schei­de zum Arre­st­recht auf....

 • 2. Oktober 2007

2A.787/2007: Arzneimittelwerbung

Das Bun­des­ge­richt schützt das Ver­bot der Wer­bung für zwei ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Medi­ka­men­te auf www​.migrae​ne​.ch gestützt auf HMG 32 II a und AWV 2 a als ver­fas­sungs­kon­form (BV 27, Wirt­schafts­frei­heit; nicht dass der Ent­scheid andern­falls hät­te auf­ge­ho­ben wer­den kön­nen, BV 190). Das gilt auch für das Ver­bot nur indi­rek­ter Wer­bung (AWV 1 II c e con­tra­rio)....

 • 2. Oktober 2007

5C.20/2007: Zusatzversicherung (amtl. Publ.)

Aus­le­gung der AVB eines Ver­si­che­rers im Bereich der dem VVG unter­ste­hen­den Zusatz­ver­si­che­rung nach Ver­trau­ens­prin­zip und der Unklar­heits- und Unge­wöhn­lich­keits­re­gel. Die Klau­sel, wonach die Kosten für die Behand­lung in einem Spi­tal in der gan­zen CH getra­gen wer­den, muss so ver­stan­den wer­den, dass sie nur für Kran­ken­häu­ser gel­te, mit denen ein Tarif­ver­trag...

 • 2. Oktober 2007

4C.92/2007: Grobfahrlässige Verursachung eines Brandes

Wie das BGer ent­schied, muss, wer neben einem Heu­stall Arbei­ten mit einem Schweiss­bren­ner durch­führt, den Arbeits­ort vor­her genau inspi­zie­ren und nach leicht ent­zünd­li­chem Mate­ri­al absu­chen. Wer dies (bei win­di­gen Ver­hält­nis­sen) unter­lässt und des­halb nicht sieht, dass in der Wand, an der gear­bei­tet wird, Spal­ten klaf­fen und dass dahin­ter Heu gela­gert...

 • 2. Oktober 2007

4A_191/2007: Versicherungsvertrag: Anzeigepflichtverletzung

Die Antrags­fra­gen “Bestehen oder bestan­den ähn­li­che Ver­si­che­run­gen?” und “Wenn ja, noch in Kraft; wenn nein, Grund?”, müs­sen so ver­stan­den wer­den, dass es um den aktu­el­len Ver­si­che­rungs­schutz (Dop­pel­ver­si­che­rung) geht, aber nicht dar­um, ob frü­her eine sol­che Ver­si­che­rung bestan­den hat­te. Wer auf die­se Fra­ge hin ver­se­hent­lich nur die Nr. einer frü­he­ren Poli­ce...

 • 2. Oktober 2007

9C.43/2007: Selbstbehandlung eines Arztes (amtl. Publ.)

Ein Arzt, der sich selbst behan­delt (hier: Lyme-Bor­re­lio­se infol­ge eines Zecken­bis­ses), hat kei­nen Anspruch auf Kosten­er­stat­tung durch den obli­ga­to­ri­schen Kran­ken­ver­si­che­rer. Weil der Lei­stungs­er­brin­ger und der Pati­ent hier iden­tisch sind, kann kein Ver­trag zwi­schen ihnen ent­ste­hen. Damit ent­steht auch kein Anspruch auf eine Ver­gü­tung (KVG 42 I: System des tiers garant...

 • 2. Oktober 2007

U 148/06 : Keine Bindung der IV-Stelle an die Invaliditätsbemessung der UV (amtl. Publ.)

Ver­kehrs­un­fall. Lei­stun­gen der IV, spä­ter Lei­stun­gen des Unfall­ver­si­che­rers; Ein­spra­che der IV-Stel­le gegen den UV-Ren­ten­ent­scheid. Die IV-Stel­le ist nach die­sem Ent­scheid nach ATSG 49 IV zur Ein­spra­che ent­ge­gen der Vor­in­stanz nicht legi­ti­miert: Sie ist durch die UV-Ver­fü­gung nicht „berührt“, weil die Inva­li­di­täts­schät­zung durch die UV für die IV nicht bin­dend ist...

 • 2. Oktober 2007