Sabine Herzog

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RA Dr. Sabine Herzog, LL.M, arbeitet als Rechtsanwältin bei Baker McKenzie in Zürich und ist schwergewichtig in der Prozessführung und in der Nachlassplanung tätig. Zuvor arbeitete sie als juristische Sekretärin am Bezirksgericht Horgen und am zürcherischen Handelsgericht. Sie hat an den Universitäten Zürich, Paris Ouest Nanterre La Defense (Frankreich) und der Columbia Law School (LL.M.) studiert und hat an der Universität Luzern im Bereich IPR und Erbrecht promoviert.

5A_473/2014: Das Eherecht enthält keine Bestimmungen, wonach auf Forderungen zwischen Ehegatten keine Zinspflicht besteht (amtl. Publ.)

Das Bun­des­ge­richt klär­te in die­sem Ent­scheid die Fra­ge, ob es im Ehe­recht Bestim­mun­gen gibt, die auf For­de­run­gen zwi­schen Ehe­gat­ten gestützt auf Obli­ga­tio­nen­recht Zin­sen aus­schlie­ssen. Dem Ent­scheid lag fol­gen­der Sach­ver­halt zu Grun­de: A. und B. hat­ten im Jahr 1991 gehei­ra­tet und im sel­ben Jahr rück­wir­kend auf den Zeit­punkt des Ehe­schlus­ses die Güter­tren­nung ver­ein­bart. Die...

 • 17. Februar 2015

5A_619/2014: Berechnung der einjährigen Frist zur Anfechtung der Vaterschaftsanerkennung

Im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren hat­te das Bun­des­ge­richt zu beur­tei­len, ob im Rah­men einer Anfech­tung der Vater­schaft die in Art. 260c Abs. 1 ZGB vor­ge­se­he­ne ein­jäh­ri­ge Anfech­tungs­frist ein­ge­hal­ten wor­den war.   Dem Urteil lag fol­gen­der Sach­ver­halt zu Grun­de: A. aner­kann­te am 28. Janu­ar 2009 die am 16. Novem­ber 1999 gebo­re­ne B. als sei­ne Toch­ter. Mut­ter...

 • 9. Februar 2015

BBl 2015 877: Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Adoption)

Das gel­ten­de Adop­ti­ons­recht geht nach wie vor davon aus, dass grund­sätz­lich nur ver­hei­ra­te­te Per­so­nen ein Kind adop­tie­ren kön­nen. Gemäss Bot­schaft des Bun­des­ra­tes zur Revi­si­on des Adop­ti­ons­rechts (BBl 2015 877) ent­spricht dies nicht mehr den Anfor­de­run­gen unse­rer Zeit. Mit der Revi­si­ons­vor­la­ge soll den gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen seit der letz­ten Revi­si­on in den...

 • 3. Februar 2015

5A_813/2014: Delegationsbefugnis des Erbenvertreters bejaht

Dem vor­lie­gen­den Ent­scheid lag fol­gen­der Sach­ver­halt zu Grun­de: Im Rah­men eines Erb­tei­lungs­pro­zes­ses beschloss das erst­in­stanz­li­che Gericht, einen Erben­ver­tre­ter im Sin­ne von Art. 602 Abs. 3 ZGB zu bestel­len. Die Auf­ga­ben des beauf­tra­gen Notars umfass­ten­Tä­tig­kei­ten im Zusam­men­hang mit zwei Lie­gen­schaf­ten des Nach­las­ses. Der Notar zog für die Betreu­ung der Lie­gen­schaf­ten die G. AG als Hilfs­per­son bei. Gegen die­ses...

 • 22. Dezember 2014

Revision des Erbrechts: Eröffnung des Vernehmlassungsverfahens auf April 2015 geplant

Der Bun­des­rat plant die Ver­nehm­las­sung zur Revi­si­on des Erb­rechts (Umset­zung der Moti­on 10.3524) im April 2015 zu eröff­nen und im Juli 2015 abzu­schlie­ssen. Das Erb- und Pflicht­teils­recht soll fle­xi­bler aus­ge­stal­tet und den stark geän­der­ten demo­gra­fi­schen, fami­liä­ren und gesell­schaft­li­chen Lebens­rea­li­tä­ten ange­passt wer­den. Das gel­ten­de Recht soll in sei­nem Kern­ge­halt bewahrt und die Fami­lie...

 • 22. Dezember 2014

5A_199/2014: Der Eheungültigkeitsgrund von Art. 105 Ziff. 4 ZGB kommt nicht rückwirkend zur Anwendung (amtl. Publ.)

Gegen­stand des vor­lie­gen­den Ent­schei­des war die Fra­ge der Rück­wir­kung des per 1. Janu­ar 2008 in Kraft getre­te­nen Ehe­ungül­tig­keits­grun­des gemäss Art. 105 Ziff. 4 ZGB auf vor die­sem Datum geschlos­se­ne Ehen. Nach Art. 105 Ziff. 4 ZGB liegt ein Ungül­tig­keits­grund vor, wenn einer der Ehe­gat­ten nicht eine Lebens­ge­mein­schaft begrün­den, son­dern die Bestim­mun­gen über...

 • 22. Dezember 2014

Bundesrat will Adoptionsrecht den gewandelten gesellschaftlichen Wertvorstellungen anpassen

Der Bun­des­rat hat am 28. Novem­ber 2014 die ent­spre­chen­de Bot­schaft zur Ände­rung des Zivil­ge­setz­bu­ches (Adop­ti­on) ver­ab­schie­det. Die Stief­kind­ad­op­ti­on soll einem wei­te­ren Kreis von Paa­ren geöff­net wer­den. In Zukunft soll die Adop­ti­on nicht nur Ehe­paa­ren, son­dern auch Paa­ren in einer ein­ge­tra­ge­nen Part­ner­schaft oder in fak­ti­schen Lebens­ge­mein­schaf­ten offen­ste­hen. Vor­ge­schla­gen wird auch eine Fle­xi­bi­li­sie­rung der...

 • 7. Dezember 2014

5A_289/2014: Bundesgericht präzisiert, was unter “berufsmässiger Vertretung” gemäss Art. 68 Abs. 2 ZPO zu verstehen ist (amtl. Publ.)

Im vor­lie­gen­den Urteil ging es um die Fra­ge, ob sich A.A. in einer Eini­gungs­ver­hand­lung im Rah­men eines Schei­dungs­ver­fah­rens von C., der nicht Anwalt war, ver­tre­ten las­sen konn­te oder ob die­ser berufs­mä­ssig auf­trat und des­halb uner­laub­ter­wei­se im Mono­pol­be­reich der Anwäl­te tätig wur­de (Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO). C. war weder juri­stisch aus­ge­bil­det, noch...

 • 7. Dezember 2014

14.3782 — Postulat Richtlinien für den “digitalen Tod”: Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates

Mit dem von Jean Chri­sto­phe Schwa­ab ein­ge­reich­ten Postu­lat wird der Bun­des­rat beauf­tragt zu prü­fen, ob das Erbrecht ergänzt wer­den muss, um die Rech­te der Erbin­nen und Erben auf Per­so­nen­da­ten und digi­ta­le Zugän­ge der ver­stor­be­nen Per­son sowie um die Aus­wir­kun­gen des Todes auf deren vir­tu­el­le Prä­senz zu regeln. Der Bun­des­rat bean­tragt die...

 • 20. November 2014

5A_62/2014: Erbteilung: Anrechnung der Weiternutzung einer Werkstatt durch den Erblasser in der auf den Sohn übertragenen Liegenschaft

Im vor­lie­gen­den Ent­scheid hat­te sich das Bun­des­ge­richt mit der Fra­ge zu befas­sen, wie die Wei­ter­nut­zung einer Werk­statt in der vom Erb­las­ser auf den Sohn X über­tra­ge­nen Lie­gen­schaft im Rah­men der Erb­tei­lung zu berück­sich­ti­gen ist. Der Erb­las­ser A schloss mit sei­nem Sohn X einen “Kauf­ver­trag mit Erb­vor­be­zug” über ein Grund­stück ab. Der Kauf­preis wur­de...

 • 19. November 2014