Sabine Herzog

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RA Dr. Sabine Herzog, LL.M, ist Partnerin bei HERZOG SCHÄR AG, Rechtsanwälte in Zürich und ist schwergewichtig in der Prozessführung und in der Nachlassplanung tätig. Zuvor war sie neun Jahre in einer internationalen Anwaltskanzlei in Zürich tätig und arbeitete davor als juristische Sekretärin am Bezirksgericht Horgen und am zürcherischen Handelsgericht. Sie hat an den Universitäten Zürich, Paris Ouest Nanterre La Defense (Frankreich) und der Columbia Law School (LL.M.) studiert und hat an der Universität Luzern im Bereich IPR und Erbrecht promoviert. Sabine Herzog ist Fachanwältin SAV Erbrecht.

5A_748/2014: Annerkennung eines mittels Leihmutterschaft im Ausland begründeten Kindsverhältnisses ist mit dem schweizerischen Ordre public unvereinbar (amtl. Publ.)

Im Urteil vom 21. Mai 2015 äusserte sich das Bun­des­gericht zur Anerken­nung eines mit­tels Leih­mut­ter­schaft im Aus­land begrün­de­ten Kindsver­hält­niss­es.  Der Sachver­halt des vor­liegen­den Entschei­ds präsen­tierte sich zusam­menge­fasst wie fol­gt: A.B. und C.E. haben Wohn­sitz in der Schweiz und leben in einge­tra­gen­er Part­ner­schaft. Sie vere­in­barten einen Leih­mut­ter­schaftsver­trag mit einem in Kali­fornien wohnen­den Ehep­aar. Es wurde...

 • 2. August 2015

5A_278/2014: Zuteilung des auf dem Vorbezug erwirtschafteten konjunkturellen Mehrwerts in der güterrechtlichen Auseinandersetzung (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht kon­nte sich im vor­liegen­den Entscheid erst­mals zur Frage äussern, wie der auf den Vor­bezug ent­fal­l­ende kon­junk­turelle Mehrw­ert im Falle der güter­rechtlichen Auseinan­der­set­zung vor Ein­tritt des Vor­sorge­fall­es zuzuteilen ist. Die Eheleute unter­standen dem Güter­stand der Errun­gen­schafts­beteili­gung; die Liegen­schaft erwar­ben sie als Miteigen­tümer. Die Finanzierung der Liegen­schaft erfol­gte mehrheitlich über eine Hypothek und zu einem...

 • 26. Februar 2015

5A_621/2013: Verteilung des Mehrwerts bei Aufhebung des Miteigentums an einem Grundstück im Scheidungsfall (amtl. Publ.)

In BGE 138 III 150 hat sich das Bun­des­gericht dafür aus­ge­sprochen, dass bei der güter­rechtlichen Auseinan­der­set­zung im Rah­men der Errun­gen­schafts­beteili­gung der Mehrw­ert bei hälftigem Miteigen­tum ungeachtet ungle­ich­mäs­siger bzw. ein­seit­iger Investi­tio­nen stets hälftig zu teilen ist, auch wenn es an ein­er dies­bezüglichen Vere­in­barung fehlt. Dies hat in der Lehre Anlass zu heftiger Kri­tik gegeben. Das...

 • 23. Februar 2015

Nationalratskommission will Ehe zwischen Homosexuellen ermöglichen

Die Recht­skom­mis­sion des Nation­al­rates will, dass homo­sex­uelle Paare kün­ftig eine Ehe schliessen kön­nen. Sie hat sich für die par­la­men­tarische Ini­tia­tive “Ehe für alle” der grün­lib­eralen Frak­tion aus­ge­sprochen. Die Ini­tia­tive fordert, dass alle rechtlich geregel­ten Lebens­ge­mein­schaften für alle Paare geöffnet wer­den, ungeachtet ihres Geschlechts oder ihrer sex­uellen Ori­en­tierung.

 • 23. Februar 2015

5A_473/2014: Das Eherecht enthält keine Bestimmungen, wonach auf Forderungen zwischen Ehegatten keine Zinspflicht besteht (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht klärte in diesem Entscheid die Frage, ob es im Eherecht Bes­tim­mungen gibt, die auf Forderun­gen zwis­chen Ehe­gat­ten gestützt auf Oblig­a­tio­nen­recht Zin­sen auss­chliessen. Dem Entscheid lag fol­gen­der Sachver­halt zu Grunde: A. und B. hat­ten im Jahr 1991 geheiratet und im sel­ben Jahr rück­wirk­end auf den Zeit­punkt des Eheschlusses die Gütertren­nung vere­in­bart. Die...

 • 17. Februar 2015

5A_619/2014: Berechnung der einjährigen Frist zur Anfechtung der Vaterschaftsanerkennung

Im vor­liegen­den Ver­fahren hat­te das Bun­des­gericht zu beurteilen, ob im Rah­men ein­er Anfech­tung der Vater­schaft die in Art. 260c Abs. 1 ZGB vorge­se­hene ein­jährige Anfech­tungs­frist einge­hal­ten wor­den war.   Dem Urteil lag fol­gen­der Sachver­halt zu Grunde: A. anerkan­nte am 28. Jan­u­ar 2009 die am 16. Novem­ber 1999 geborene B. als...

 • 9. Februar 2015

BBl 2015 877: Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Adoption)

Das gel­tende Adop­tion­srecht geht nach wie vor davon aus, dass grund­sät­zlich nur ver­heiratete Per­so­n­en ein Kind adop­tieren kön­nen. Gemäss Botschaft des Bun­desrates zur Revi­sion des Adop­tion­srechts (BBl 2015 877) entspricht dies nicht mehr den Anforderun­gen unser­er Zeit. Mit der Revi­sionsvor­lage soll den gesellschaftlichen Entwick­lun­gen seit der let­zten Revi­sion in den...

 • 3. Februar 2015

5A_813/2014: Delegationsbefugnis des Erbenvertreters bejaht

Dem vor­liegen­den Entscheid lag fol­gen­der Sachver­halt zu Grunde: Im Rah­men eines Erbteilung­sprozess­es beschloss das erstin­stan­zliche Gericht, einen Erben­vertreter im Sinne von Art. 602 Abs. 3 ZGB zu bestellen. Die Auf­gaben des beauf­tra­gen Notars umfassten­Tätigkeit­en im Zusam­men­hang mit zwei Liegen­schaften des Nach­lass­es. Der Notar zog für die Betreu­ung der Liegen­schaften die G. AG als Hil­f­sper­son bei. Gegen...

 • 22. Dezember 2014

5A_199/2014: Der Eheungültigkeitsgrund von Art. 105 Ziff. 4 ZGB kommt nicht rückwirkend zur Anwendung (amtl. Publ.)

Gegen­stand des vor­liegen­den Entschei­des war die Frage der Rück­wirkung des per 1. Jan­u­ar 2008 in Kraft getrete­nen Ehe­ungültigkeits­grun­des gemäss Art. 105 Ziff. 4 ZGB auf vor diesem Datum geschlossene Ehen. Nach Art. 105 Ziff. 4 ZGB liegt ein Ungültigkeits­grund vor, wenn ein­er der Ehe­gat­ten nicht eine Lebens­ge­mein­schaft begrün­den, son­dern die...

 • 22. Dezember 2014

Revision des Erbrechts: Eröffnung des Vernehmlassungsverfahens auf April 2015 geplant

Der Bun­desrat plant die Vernehm­las­sung zur Revi­sion des Erbrechts (Umset­zung der Motion 10.3524) im April 2015 zu eröff­nen und im Juli 2015 abzuschliessen. Das Erb- und Pflicht­teil­srecht soll flex­i­bler aus­gestal­tet und den stark geän­derten demografis­chen, famil­iären und gesellschaftlichen Leben­sre­al­itäten angepasst wer­den. Das gel­tende Recht soll in seinem Kernge­halt bewahrt und die Fam­i­lie...

 • 22. Dezember 2014