Schlagwort: Erb- und Ehegüterrecht

Wir berich­ten hier über Urtei­le, Geset­zes­vor­ha­ben und ande­re Neue­run­gen im Bereich Erbrecht, Ehe­gü­ter- und Ver­mö­gens­recht.

5A_860/2016: Schulden gemäss Art. 52 AHVG gehen auf die Erben über (Bestätigung der Rechtsprechung)

Im vor­lie­gen­den Urteil bestä­tig­te das Bun­des­ge­richt sei­ne Recht­spre­chung, wonach Schul­den gemäss Art. 52 AHVG auf die Erben über­ge­hen. Zudem ist im Ver­fah­ren betref­fend defi­ni­ti­ve Rechts­öff­nung die Erben­stel­lung des Betrie­be­nen durch Urkun­den nach­zu­wei­sen. Dem Urteil lag fol­gen­der Sach­ver­halt zugrun­de: Die SVA Zürich hat­te mit Ein­spra­che­ent­scheid vom 23. Janu­ar 2006 den B.A....

 • 6. November 2017

Bundesrat fällt Grundsatzentscheide für ein modernes Erbrecht

Der Bun­des­rat hat die Ver­nehm­las­sungs­er­geb­nis­se zur Moder­ni­sie­rung des Erb­rechts zur Kennt­nis genom­men und über das wei­te­re Vor­ge­hen ent­schie­den. An der vor­ge­schla­ge­nen Ver­klei­ne­rung des Pflicht­teils­rechts der Nach­kom­men und an der Ein­füh­rung des Unter­halts­ver­mächt­nis­ses wird fest­ge­hal­ten. Das Eid­ge­nös­si­sche Justiz- und Poli­zei­de­par­te­ment soll noch im Lau­fe die­ses Jah­res eine Bot­schaft unter­brei­ten. Tech­ni­sche Punk­te...

 • 10. Mai 2017

5A_267/2016: Verzicht auf einen Anspruch als Entäusserung von Vermögenswerten i.S.v. Art. 527 Ziff. 4 ZGB

Dem Ent­scheid lag fol­gen­der Sach­ver­halt zugrun­de: Die Ehe­gat­ten C. und D. hat­ten zwei gemein­sa­me Kin­der, den Sohn A. und die Toch­ter B. Vater C. ver­starb im Jahr 1983. In einer letzt­wil­li­gen Ver­fü­gung setz­te er sei­ne Ehe­frau D. als Vor­erbin und sei­nen Sohn A. als Nach­er­ben von zwei Grund­stücken ein. Die...

 • 27. Februar 2017

5A_434/2016: Schuldner-Erbe hat bei Anwendung von Art. 609 ZGB keinerlei Mitwirkungsrechte

Das Bun­des­ge­richt hat­te im vor­lie­gen­den Ent­scheid zu prü­fen, wel­che Mit­wir­kungs­rech­te dem Schuld­ner-Erben im Rah­men von Art. 609 ZGB zukom­men. Dem Ent­scheid liegt der fol­gen­de Sach­ver­halt zugrun­de: X., B. und C. bil­den eine Erben­ge­mein­schaft. Das Anteils­recht von X. am unge­teil­ten Nach­lass ist gepfän­det. Nach­dem ver­schie­de­ne Gläu­bi­ger die Ver­wer­tung des Pfän­dungs­sub­stra­tes ver­langt...

 • 27. Januar 2017

5A_355/2016: Vereinbarkeit eines ägyptischen Erbscheins mit dem schweizerischen Ordre public (amtl. Publ.; frz.)

Im vor­lie­gen­den Ent­scheid muss­te sich das Bun­des­ge­richt zur Fra­ge äussern, ob ein ägyp­ti­scher “acte d’hoirie” (sinn­ge­mäss ein Erb­schein) mit dem schwei­ze­ri­schen Ord­re public (Art. 27 Abs. 1 IPRG) ver­ein­bar ist. Dem Ent­scheid lag zusam­men­ge­fasst der fol­gen­de Sach­ver­halt zugrun­de: Ein ägyp­ti­scher Staats­bür­ger mus­li­mi­schen Glau­bens ver­starb im März 2007 in Paris. Er hin­ter­liess weder...

 • 6. Januar 2017

5A_203/2016: prov. Rechtsöffnung und Art. 169 ZGB / Verschuldungsgrenze bei Immobilien (amtl. Publ.; frz.)

Im vor­lie­gen­den Urteil hat­te das Bun­des­ge­richt zu ent­schei­den, inwie­fern die feh­len­de Zustim­mung des Ehe­gat­ten zu einem Grund­pfand in Bezug auf die Fami­li­en­woh­nung die Nich­tig­keit des Ver­tra­ges her­bei­führt. Dem Urteil lag fol­gen­der Sach­ver­halt zugrun­de: Das Ehe­paar A. erhielt vom Betrei­bungs­amt einen Zah­lungs­be­fehl auf Grund­pfand­ver­wer­tung. Nach dem Rechts­vor­schlag bei­der Ehe­gat­ten ver­lang­te und...

 • 3. Januar 2017

5A_935/2015: Definitive Rechtsöffnung gestützt auf eine deutsche notariell ausgestellte Urkunde über Scheidungsfolgen

Im vor­lie­gen­den Urteil hat­te das Bun­des­ge­richt zu prü­fen, ob die Vor­in­stanz der Beschwer­de­geg­ne­rin zu Recht defi­ni­ti­ve Rechts­öff­nung erteilt hat­te gestützt auf eine in Deutsch­land von einer Nota­rin aus­ge­stell­te voll­streck­ba­re öffent­li­che Urkun­de („Zur Rege­lung der Tren­nungs- und Schei­dungs­fol­gen abge­schlos­se­ner Ehe­ver­trag“). In die­sem Zusam­men­hang erwog das Bun­des­ge­richt u.a.: Gemäss LugÜ kön­nen auch...

 • 1. Dezember 2016

4A_445/2015: Einfache Gesellschaft (Konkubinat); internationale Zuständigkeit (amtl. Publ.)

Der Erb­las­ser X. wur­de in Frank­reich gebo­ren, erwarb die Schwei­zer Staats­an­ge­hö­rig­keit durch Hei­rat, liess sich spä­ter schei­den und leb­te danach unge­fähr 17 Jah­re lang mit Z. im Kan­ton Waadt zusam­men. X. ver­starb in Flo­ri­da (USA), hat­te damals aber sein offi­zi­el­les Domi­zil in Dubai (Ver­ei­nig­te Ara­bi­sche Emi­ra­te). Die Erben von X....

 • 20. August 2016

BR: Änderung der VVAG (SR 281.41) auf 1. Januar 2017

Gemäss einer Medi­en­mit­tei­lung des Bun­des­rats vom 29. Juni 2016 wer­den künf­tig in aus­län­di­schen Erb­fäl­len, bei denen ein Teil der Ver­mö­gens­wer­te in der Schweiz liegt, die Siche­rungs­rech­te von Gläu­bi­gern in der Schweiz gegen­über Gläu­bi­gern im Aus­land ver­bes­sert. Dies erfolgt durch eine Ände­rung der Ver­ord­nung über die Pfän­dung und Ver­wer­tung von Antei­len...

 • 29. Juni 2016

9C_284/2015: Testamentarische Erklärung des berufsvorsorgerechtlichen Begünstigungswillens (amtl. Publ.)

C. war bei der Pen­si­ons­kas­se B. für die beruf­li­che Vor­sor­ge ver­si­chert. Als C. ver­starb, hin­ter­liess er sei­ne Lebens­part­ne­rin A. sowie sei­ne Eltern. Testa­men­ta­risch hat­te er A. als Allein­er­bin und Wil­lens­voll­strecke­rin ein­ge­setzt. Die Lebens­part­ne­rin A. klag­te gegen die Pen­si­ons­kas­se auf Aus­zah­lung des Todes­fall­ka­pi­tals. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Bern wies die Kla­ge...

 • 13. Mai 2016