Schlagwort: Erb- und Ehegüterrecht

Wir berich­ten hier über Urtei­le, Geset­zes­vor­ha­ben und ande­re Neue­run­gen im Bereich Erbrecht, Ehe­gü­ter- und Ver­mö­gens­recht.

Nationalratskommission will Ehe zwischen Homosexuellen ermöglichen

Die Rechts­kom­mis­si­on des Natio­nal­ra­tes will, dass homo­se­xu­el­le Paa­re künf­tig eine Ehe schlie­ssen kön­nen. Sie hat sich für die par­la­men­ta­ri­sche Initia­ti­ve “Ehe für alle” der grün­li­be­ra­len Frak­ti­on aus­ge­spro­chen. Die Initia­ti­ve for­dert, dass alle recht­lich gere­gel­ten Lebens­ge­mein­schaf­ten für alle Paa­re geöff­net wer­den, unge­ach­tet ihres Geschlechts oder ihrer sexu­el­len Ori­en­tie­rung.

 • 23. Februar 2015

5A_473/2014: Das Eherecht enthält keine Bestimmungen, wonach auf Forderungen zwischen Ehegatten keine Zinspflicht besteht (amtl. Publ.)

Das Bun­des­ge­richt klär­te in die­sem Ent­scheid die Fra­ge, ob es im Ehe­recht Bestim­mun­gen gibt, die auf For­de­run­gen zwi­schen Ehe­gat­ten gestützt auf Obli­ga­tio­nen­recht Zin­sen aus­schlie­ssen. Dem Ent­scheid lag fol­gen­der Sach­ver­halt zu Grun­de: A. und B. hat­ten im Jahr 1991 gehei­ra­tet und im sel­ben Jahr rück­wir­kend auf den Zeit­punkt des Ehe­schlus­ses die Güter­tren­nung ver­ein­bart. Die...

 • 17. Februar 2015

5A_619/2014: Berechnung der einjährigen Frist zur Anfechtung der Vaterschaftsanerkennung

Im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren hat­te das Bun­des­ge­richt zu beur­tei­len, ob im Rah­men einer Anfech­tung der Vater­schaft die in Art. 260c Abs. 1 ZGB vor­ge­se­he­ne ein­jäh­ri­ge Anfech­tungs­frist ein­ge­hal­ten wor­den war.    Dem Urteil lag fol­gen­der Sach­ver­halt zu Grun­de: A. aner­kann­te am 28. Janu­ar 2009 die am 16. Novem­ber 1999 gebo­re­ne B. als sei­ne Toch­ter....

 • 9. Februar 2015

BBl 2015 877: Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Adoption)

Das gel­ten­de Adop­ti­ons­recht geht nach wie vor davon aus, dass grund­sätz­lich nur ver­hei­ra­te­te Per­so­nen ein Kind adop­tie­ren kön­nen. Gemäss Bot­schaft des Bun­des­ra­tes zur Revi­si­on des Adop­ti­ons­rechts (BBl 2015 877) ent­spricht dies nicht mehr den Anfor­de­run­gen unse­rer Zeit. Mit der Revi­si­ons­vor­la­ge soll den gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen seit der letz­ten Revi­si­on in den...

 • 3. Februar 2015

5A_813/2014: Delegationsbefugnis des Erbenvertreters bejaht

Dem vor­lie­gen­den Ent­scheid lag fol­gen­der Sach­ver­halt zu Grun­de: Im Rah­men eines Erb­tei­lungs­pro­zes­ses beschloss das erst­in­stanz­li­che Gericht, einen Erben­ver­tre­ter im Sin­ne von Art. 602 Abs. 3 ZGB zu bestel­len. Die Auf­ga­ben des beauf­tra­gen Notars umfass­ten­Tä­tig­kei­ten im Zusam­men­hang mit zwei Lie­gen­schaf­ten des Nach­las­ses. Der Notar zog für die Betreu­ung der Lie­gen­schaf­ten die G. AG als Hilfs­per­son bei. Gegen die­ses...

 • 22. Dezember 2014

Revision des Erbrechts: Eröffnung des Vernehmlassungsverfahens auf April 2015 geplant

Der Bun­des­rat plant die Ver­nehm­las­sung zur Revi­si­on des Erb­rechts (Umset­zung der Moti­on 10.3524) im April 2015 zu eröff­nen und im Juli 2015 abzu­schlie­ssen. Das Erb- und Pflicht­teils­recht soll fle­xi­bler aus­ge­stal­tet und den stark geän­der­ten demo­gra­fi­schen, fami­liä­ren und gesell­schaft­li­chen Lebens­rea­li­tä­ten ange­passt wer­den. Das gel­ten­de Recht soll in sei­nem Kern­ge­halt bewahrt und die Fami­lie...

 • 22. Dezember 2014

5A_199/2014: Der Eheungültigkeitsgrund von Art. 105 Ziff. 4 ZGB kommt nicht rückwirkend zur Anwendung (amtl. Publ.)

Gegen­stand des vor­lie­gen­den Ent­schei­des war die Fra­ge der Rück­wir­kung des per 1. Janu­ar 2008 in Kraft getre­te­nen Ehe­ungül­tig­keits­grun­des gemäss Art. 105 Ziff. 4 ZGB auf vor die­sem Datum geschlos­se­ne Ehen. Nach Art. 105 Ziff. 4 ZGB liegt ein Ungül­tig­keits­grund vor, wenn einer der Ehe­gat­ten nicht eine Lebens­ge­mein­schaft begrün­den, son­dern die Bestim­mun­gen über...

 • 22. Dezember 2014

Bundesrat will Adoptionsrecht den gewandelten gesellschaftlichen Wertvorstellungen anpassen

Der Bun­des­rat hat am 28. Novem­ber 2014 die ent­spre­chen­de Bot­schaft zur Ände­rung des Zivil­ge­setz­bu­ches (Adop­ti­on) ver­ab­schie­det. Die Stief­kind­ad­op­ti­on soll einem wei­te­ren Kreis von Paa­ren geöff­net wer­den. In Zukunft soll die Adop­ti­on nicht nur Ehe­paa­ren, son­dern auch Paa­ren in einer ein­ge­tra­ge­nen Part­ner­schaft oder in fak­ti­schen Lebens­ge­mein­schaf­ten offen­ste­hen. Vor­ge­schla­gen wird auch eine Fle­xi­bi­li­sie­rung der...

 • 7. Dezember 2014

5A_289/2014: Bundesgericht präzisiert, was unter “berufsmässiger Vertretung” gemäss Art. 68 Abs. 2 ZPO zu verstehen ist (amtl. Publ.)

Im vor­lie­gen­den Urteil ging es um die Fra­ge, ob sich A.A. in einer Eini­gungs­ver­hand­lung im Rah­men eines Schei­dungs­ver­fah­rens von C., der nicht Anwalt war, ver­tre­ten las­sen konn­te oder ob die­ser berufs­mä­ssig auf­trat und des­halb uner­laub­ter­wei­se im Mono­pol­be­reich der Anwäl­te tätig wur­de (Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO). C. war weder  juri­stisch aus­ge­bil­det,...

 • 7. Dezember 2014

5A_334/2014: Namensänderung minderjähriger Kinder nach Scheidung der Eltern; geänd. Rspr. zum neuen Namensrecht (amtl. Publ.)

In einem aktu­el­len Ent­scheid äussert sich das Bun­des­ge­richt erneut zur Fra­ge, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen der Nach­na­me eines min­der­jäh­ri­gen Kin­des in den Ledi­gna­men der Mut­ter abge­än­dert wer­den kann, den die­se nach der Schei­dung vom Kinds­va­ter wie­der ange­nom­men hat. Soweit ersicht­lich han­delt es sich aber um das erste höchst­rich­ter­li­che Urteil zum neu­en...

 • 27. November 2014