Schlagwort: Medizin- u. Pharmarecht

2C_254/2007: Arzneimittelzulassung und Bioverfügbarkeitsstudie

Wie das BGer ent­schied, muss beim Arz­nei­mit­tel X. mit dem Wirk­stoff Riba­vi­rin gegen Hepa­ti­tis C, das sich im ver­ein­fach­ten Zulas­sungs­ver­fah­ren nach HMG 14 I (bereits bekann­ter Wirk­stoff) befin­det, kei­ne Bio­ver­füg­bar­keits­stu­die (dazu vgl. die Gene­ri­ka-Anlei­tung der Swiss­me­dic, die hier ana­log anzu­wen­den war) durch­ge­führt wer­den. Zwar betraf die frü­he­re Zulas­sung offen­bar ein...

 • 3. März 2008

4C.66/2007: Hypothetische Einwilligung des Patienten

In einem Arzt­haf­tungs­fall klag­te ein Pati­ent, selbst Arzt, gegen drei Ärz­te, die ihn gegen diver­se Krank­hei­ten behan­delt hat­ten, erfolg­los auf Scha­den­er­satz. Das BGer schützt zunächst die Beweis­wür­di­gung der Vor­in­stanz; nament­lich war die Fest­stel­lung, dass kei­ne Ver­let­zung der ärz­li­chen Kunst vor­lag, bin­dend. Die Rechts­wid­rig­keit des Ein­griffs ent­fiel fer­ner wegen einer hypo­the­ti­schen...

 • 6. Februar 2008

4A_323/2007: Spitalhaftung verneint (hypothetische Einwilligung, immanentes Operationsrisiko)

Nach einer ope­ra­ti­ven Ent­fer­nung von Gal­len­stei­nen wur­de der Beschwer­de­füh­rer mit einer Gelb­sucht ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert; eine Unter­su­chung ergab eine “iatro­ge­ne” (dh durch den Arzt ver­ur­sach­te) Ver­let­zung der Gal­len­we­ge, die einen erneu­ten Ein­griff erfor­der­lich mach­te. Der Beschwer­de­füh­rer klag­te gegen das (öffent­li­che) Kran­ken­haus. Das Verw­Ger SO wies die Kla­ge ab. Das Verw­Ger hat­te...

 • 21. November 2007

2C_619/2007: (erneut) querulatorische Beschwerde eines Arztes (BGG 108 I c)

In Sachen Dr. Mar­tin Kras­ka hat das BGer, wie es im vor­lie­gen­den Ent­scheid erken­nen lässt, defi­ni­tiv genug. 1983 wur­de Dr. Kras­ka die Pra­xis­be­wil­li­gung (dh. Bewil­li­gung zur Aus­übung der selb­stän­di­gen ärzt­li­chen Tätig­keit) wegen wech­seln­der Auf­ent­halts­or­te ent­zo­gen. Ein spä­te­res Gesuch um erneu­te Ertei­lung der Bewil­li­gung wur­de zurück­ge­zo­gen, nach­dem die Gesund­heits­di­rek­ti­on Zwei­fel an sei­ner...

 • 18. November 2007

9C.43/2007: Selbstbehandlung eines Arztes (amtl. Publ.)

Ein Arzt, der sich selbst behan­delt (hier: Lyme-Bor­re­lio­se infol­ge eines Zecken­bis­ses), hat kei­nen Anspruch auf Kosten­er­stat­tung durch den obli­ga­to­ri­schen Kran­ken­ver­si­che­rer. Weil der Lei­stungs­er­brin­ger und der Pati­ent hier iden­tisch sind, kann kein Ver­trag zwi­schen ihnen ent­ste­hen. Damit ent­steht auch kein Anspruch auf eine Ver­gü­tung (KVG 42 I: System des tiers garant...

 • 2. Oktober 2007