Kategorie: Rechtsprechung

Im Bereich “Recht­spre­chung” berich­ten wir über neue Urtei­le vor allem des Bun­des­ge­richts und ver­ein­zelt auch ande­rer Gerich­te, beson­ders des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts. Urtei­le des Bun­des­ge­richts, die zur amt­li­chen Publi­ka­ti­on vor­ge­se­hen sind (BGE), erschei­nen zusätz­lich in einem eige­nen Bereich. Der RSS-Feed für die­sen Bereich hat die Adres­se www​.swiss​blawg​.ch/​r​e​c​h​t​s​p​r​e​c​h​u​n​g​/​f​eed.

4C.92/2007: Grobfahrlässige Verursachung eines Brandes

Wie das BGer ent­schied, muss, wer neben einem Heu­stall Arbei­ten mit einem Schweiss­bren­ner durch­führt, den Arbeits­ort vor­her genau inspi­zie­ren und nach leicht ent­zünd­li­chem Mate­ri­al absu­chen. Wer dies (bei win­di­gen Ver­hält­nis­sen) unter­lässt und des­halb nicht sieht, dass in der Wand, an der gear­bei­tet wird, Spal­ten klaf­fen und dass dahin­ter Heu gela­gert...

 • 2. Oktober 2007

4A_191/2007: Versicherungsvertrag: Anzeigepflichtverletzung

Die Antrags­fra­gen “Bestehen oder bestan­den ähn­li­che Ver­si­che­run­gen?” und “Wenn ja, noch in Kraft; wenn nein, Grund?”, müs­sen so ver­stan­den wer­den, dass es um den aktu­el­len Ver­si­che­rungs­schutz (Dop­pel­ver­si­che­rung) geht, aber nicht dar­um, ob frü­her eine sol­che Ver­si­che­rung bestan­den hat­te. Wer auf die­se Fra­ge hin ver­se­hent­lich nur die Nr. einer frü­he­ren Poli­ce...

 • 2. Oktober 2007

9C.43/2007: Selbstbehandlung eines Arztes (amtl. Publ.)

Ein Arzt, der sich selbst behan­delt (hier: Lyme-Bor­re­lio­se infol­ge eines Zecken­bis­ses), hat kei­nen Anspruch auf Kosten­er­stat­tung durch den obli­ga­to­ri­schen Kran­ken­ver­si­che­rer. Weil der Lei­stungs­er­brin­ger und der Pati­ent hier iden­tisch sind, kann kein Ver­trag zwi­schen ihnen ent­ste­hen. Damit ent­steht auch kein Anspruch auf eine Ver­gü­tung (KVG 42 I: System des tiers garant...

 • 2. Oktober 2007

U 148/06 : Keine Bindung der IV-Stelle an die Invaliditätsbemessung der UV (amtl. Publ.)

Ver­kehrs­un­fall. Lei­stun­gen der IV, spä­ter Lei­stun­gen des Unfall­ver­si­che­rers; Ein­spra­che der IV-Stel­le gegen den UV-Ren­ten­ent­scheid. Die IV-Stel­le ist nach die­sem Ent­scheid nach ATSG 49 IV zur Ein­spra­che ent­ge­gen der Vor­in­stanz nicht legi­ti­miert: Sie ist durch die UV-Ver­fü­gung nicht „berührt“, weil die Inva­li­di­täts­schät­zung durch die UV für die IV nicht bin­dend ist...

 • 2. Oktober 2007