Schlagwort: Steuerrecht

Eidg. Räte: Anpassungen am Verrechnungssteuergesetz betr. Meldeverfahren (30-Tage-Frist) | Korrektur der bisherigen Praxis (mit Rückwirkung für Fälle ab 1. Januar 2011)

Natio­nal- und Stän­de­rat haben eine viel dis­ku­tier­te Anpas­sung am Ver­rech­nungs­steu­er­ge­setz (VStG) in Bezug auf das Mel­de­ver­fah­ren ver­ab­schie­det. Damit kön­nen schwei­ze­ri­sche Gesell­schaf­ten Divi­den­den­aus­schüt­tun­gen an in- oder aus­län­di­sche Mut­ter­ge­sell­schaf­ten neu auch nach Ablauf der mass­ge­ben­den Frist von 30 Tagen der EStV mel­den (oder sogar nach Frist­ab­lauf das Mel­de­ver­fah­ren bean­tra­gen), ohne eine nach­träg­li­che...

 • 6. Oktober 2016

Eidg. Räte: Teilrevision des MWSt-Gesetzes | Beseitigung von Wettbewerbsnachteilen Schweizerischer Unternehmen

Natio­nal- und Stän­de­rat haben die Teil­re­vi­si­on des Mehr­wert­steu­er­ge­set­zes (MWStG) ein­stim­mig ange­nom­men. Die zahl­rei­chen Anpas­sun­gen sol­len die Erfah­run­gen seit Ein­füh­rung des im Jahr 2010 total­re­vi­dier­ten Mehr­wert­steu­er­ge­set­zes (SR 641.20) reflek­tie­ren. Wesent­li­ches Anlie­gen der Geset­zes­an­pas­sung ist es, den mehr­wert­steu­er­lich beding­ten Wett­be­werbs­nach­teil von Schwei­zer Unter­neh­men gegen­über aus­län­di­schen zu redu­zie­ren. Das Gesetz unter­steht dem fakul­ta­ti­ven...

 • 6. Oktober 2016

2C_276/2016: Amtshilfe in Steuersachen an die Niederlande bei Gruppenersuchen ohne Namensnennung erlaubt

Gemäss Medi­en­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts vom 12. Sep­tem­ber 2016 hat das Bun­des­ge­richt ent­schie­den, die Amts­hil­fe in Steu­er­sa­chen an die Nie­der­lan­de bei Grup­pen­er­su­chen (ent­ge­gen dem Wort­laut des Pro­to­kolls zum DBA CH-NL) auch ohne Namens­nen­nung zuzu­las­sen. Gestützt auf das aktu­ell gül­ti­ge Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und den Nie­der­lan­den (DBA CH-NL) hat­te die nie­der­län­di­sche...

 • 13. September 2016

2C_655/2015: Materielle Auseinandersetzung des BGer mit Rügen, welche vor der Vorinstanz nicht vorgebracht wurden (amtl. Publ.; frz.)

Im zur amt­li­chen Publi­ka­ti­on vor­ge­se­he­nen Urteil vom 22. Juni 2016 äusser­te sich das BGer zu einer auf den Ver­sand alko­ho­li­scher Geträn­ke erho­be­nen Abga­be. Die im Kan­ton Waadt domi­zi­lier­te X. AG ver­treibt alko­ho­li­sche Geträn­ke, wes­halb ihre Tätig­keit durch die Behör­den einer Bewil­li­gungs­pflicht unter­stellt wur­de. Die Bewil­li­gungs­pflicht stützt sich auf das LADB/VD (loi sur les...

 • 25. Juli 2016

1C_296/2015: Öffentlichkeitsprinzip und Liste der Anzahl Amtshilfegesuche im Steuerbereich (amtl. Publ.)

Im zur amt­li­chen Publi­ka­ti­on vor­ge­se­he­nen Urteil vom 18. Mai 2016 liess sich das BGer zum Zugang zu den vom Öffent­lich­keits­prin­zip erfass­ten Doku­men­ten ver­neh­men. Im Jahr 2012 ersuch­te Bun­des­haus­re­dak­tor A. die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung (ESTV) um Ein­sicht in die Liste der Anzahl von Amts­hil­fe­ge­su­chen im Steu­er­be­reich, auf­ge­schlüs­selt nach den gesuch­stel­len­den Staa­ten. Die...

 • 25. Juni 2016

2C_794/2015: Obwaldner Tourismusabgabe für Feriengäste mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons verstösst gegen Gebot der Rechtsgleichheit

Im Urteil vom 22. Febru­ar 2016 klär­te das BGer im Rah­men einer inzi­den­ten Nor­men­kon­trol­le, ob das Tou­ris­mus­ge­setz des Kan­tons Obwal­den (TG/OW, GDB 971.3) gegen Art. 8 und 9 BV ver­stösst. Das Gesetz sieht vor, dass der Kan­ton eine Tou­ris­mus­ab­ga­be erhe­ben kann. Der sub­jek­ti­ven Abga­be­pflicht unter­lie­gen dabei im Wesent­li­chen die Berei­che Hotel­le­rie und Para­ho­tel­le­rie sowie...

 • 28. März 2016

9C_327/2015: Dividenden als beitragsrechtlich massgebendes AHV-Einkommen (amtl. Publ.)

B. war Gesell­schaf­ter und Geschäfts­füh­rer mit Ein­zel­un­ter­schrifts­be­rech­ti­gung der A. GmbH und deren ein­zi­ger Arbeit­neh­mer. In den Jah­ren 2009 bis 2012 bezog B. Jah­res­löh­ne von CHF 106’800 (2009), CHF 110’000 (2010 und 2011) sowie CHF 20’880 (2012, 20 %-Pen­sum). Im glei­chen Zeit­raum schüt­te­te die Gesell­schaft Brut­to­di­vi­den­den von je CHF 100’000 bzw....

 • 18. Dezember 2015

Eidg. Räte: Keine ‘erweiterten GwG-Sorgfaltspflichten’ für Banken im Zusammenhang mit AIA | Vorlage bis auf weiteres vom Tisch

Aus einer Medi­en­mit­tei­lung der Par­la­ments­dien­ste vom 2. Dez. 2015:  „Das Par­la­ment ist zwar für den auto­ma­ti­schen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch (AIA), will aber kei­ne stren­ge­ren [GwG-] Rege­lun­gen für Kun­den aus Län­dern ohne sol­che Abkom­men. Die Räte wol­len den Ban­ken kei­ne zusätz­li­chen Sorg­falts­pflich­ten gegen Schwarz­geld auf­er­le­gen. Der Stän­de­rat trat am Mitt­woch mit 28 zu 15...

 • 3. Dezember 2015

Eidg. Räte: AIA-Gesetz (im Wesentlichen) angenommen | Ständerat lehnt Steueramnestie ab

Nach­dem der Ent­wurf des Bun­des­ge­set­zes über den inter­na­tio­na­len auto­ma­ti­schen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch in Steu­er­sa­chen (AIA-Gesetz) vom Natio­nal­rat bereits in der Herbst­ses­si­on ange­nom­men wor­den war, hat der Stän­de­rat als Zweit­rat den recht­li­chen Grund­la­gen zum AIA gestern mit mini­ma­len Anpas­sun­gen zuge­stimmt. Chan­cen­los war im Stän­de­rat dage­gen die Steu­er­am­ne­stie, wel­che der Natio­nal­rat auf Antrag von...

 • 3. Dezember 2015

2C_248/2015: Barauszahlung der BVG-Austrittsleistung zur Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit | Vorsorgetarif setzt keine geschäftliche Verwendung der bezogenen Mittel voraus

Gemäss BGE 2C_248/2015; 2C_249/2015 dür­fen Bar­aus­zah­lun­gen der Aus­tritts­lei­stung aus beruf­li­cher Vor­sor­ge zwecks Auf­nah­me einer selb­stän­di­gen Erwerbs­tä­tig­keit im Sin­ne von Art. 5 Abs. 1 lit. b FZG durch­aus für pri­va­te Lebens­hal­tungs­ko­sten ver­wen­det wer­den. Die pri­vi­le­gier­te Besteue­rung gemäss Art. 22 Abs. 3 i.V. mit Art. 38 DBG setzt nicht vor­aus, dass die vor­be­zo­ge­nen Mit­tel in das...

 • 1. Dezember 2015